Ersatzbank Superstar beim Schnutentunker

„Man liest immer wieder von Blindverkostungen in denen Weine der mittleren Preisregion weitaus teurere und vor allem berühmtere Weine aus dem Feld schlagen. Bekanntes Beispiel ist die ‚Berliner Verkostung‘ bei der chilenische Weine Latour, Petrus & Co in Reihe versägten.“ So beginnt der aktuelle Blog-Beitrag „Ersatzbank Superstar“ des Schnutentunkers, über den ich mich sehr gefreut … Weiterlesen

Falstaff-Rotweinguide 2009/2010

Die letzten Tage habe ich auch genützt, um den neuen Rotweinguide des Genussmagazins Falstaff zu studieren. Knapp vor Weihnachten fand sich nämlich ein Belegexemplar dieses Weinführers in unserem Briefkasten. Und während die Sieger mit der Ehrung Anfang Dezember auch online veröffentlicht wurden, braucht man für die Details das Büchlein selbst.

Obwohl sie nicht zu den Siegern zählen (wie damals unser Cabernet 2004 in seiner Sortengruppe) bin ich mit dem Abschneiden unserer beiden eingereichten Weine durchaus zufrieden.

Trotz einem Punkt weniger als im Weinguide des gleichen Magazins, der im Juni erscheint, gehört unser Cabernet Sauvignon 2007 zur Spitzengruppe dieser Sorte. Und, was mir mindestens genauso wichtig ist, er bietet eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse.

Unsere Rote Trilogie 2007 wurde wie im Juni mit 90 Punkten bewertet, und zählt in ihrer Kategorie ebenfalls zu den günstigsten Weinen. Erfreulich sind aber nicht nur die Punkte, sondern auch die Beschreibungen:

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Flavescence dorée erreicht die Steiermark

Wie die Zeitschrift „Der Winzer“ meldet, ist die gefährliche Rebkrankheit Flavescence dorée heuer erstmals auch in Österreich aufgetreten. Die Erkrankung wird von zellwandlosen Bakterien, sogenannten Phytoplasmen, hervorgerufen und führt zu einer goldgelben Vergilbung (so lautet der deutsche Name) der Blätter und später zum Absterben der Rebstöcke. Ähnlich wie der Feuerbrand im Obstbau kann sich Flavescence dorée epidemieartig ausbreiten … Weiterlesen

Weinkulturlandschaft in Gefahr

Über einige Berichte in der deutschsprachigen Weinbloggerszene bin ich auf ein Straßenbauprojekt in Deutschland gestoßen, das mich an meine eigenen unmittelbaren Erfahrungen mit ähnlichen, wenn auch deutlich kleineren Vorhaben und an die geplante Verlängerung der nicht weit von uns entfernten S31 erinnert. Das Moseltal, eine der schönsten Weinlandschaften Europas, soll von einer monströsen Brücke für … Weiterlesen

A la Carte 2010

Anfang Oktober ist der Gourmet-Guide von A la Carte für das Jahr 2010 erschienen, und seit einigen Tagen sind die Bewertungen auch online abrufbar. Auch heuer dürfen wir uns wieder über sehr gute Punktebewertungen und (wie meinem Empfinden nach fast immer bei fast jeder Verkostung) über noch bessere Beschreibungen unserer Weine freuen: Cabernet Sauvignon 2007 … Weiterlesen

Grüner-Veltliner-Rätsel gelöst

Vater oder Mutter des Grünen Veltliner, Foto: Hans Moser

Für Eingeweihte ist die Geschichte zwar nicht ganz so neu, dank einer Pressekonferenz und der entsprechenden Berichterstattung in ORF, „Standard“ und „Der Winzer“ hat heute erstmals auch eine breitere Öffentlichkeit davon erfahren: Das Rätsel um die Abstammung des Grünen Veltliners ist gelöst.

Nachdem die Weinbauschule Klosterneuburg vor Jahren federführend an der Entwicklung einer Art Vaterschaftstest für Weinreben beteiligt war, versuchte man bisher vergeblich, den Ursprung der österreichischen Hauptsorte zu entschlüsseln.

Nach Genanalysen von hunderten Rebsorten gelang es mit dieser Methode unter anderem, den Müller-Thurgau als Nachkomme von Riesling und Gutedel (Chasselas) zu identifizieren und damit die Aufzeichnungen des Züchters, der Riesling und Silvaner als Eltern angegeben hatte, zu widerlegen.

Auch die angesichts der Namensgebung wohl schon lange vermutete Abstammung des Cabernet Sauvignon von Cabernet franc und Sauvignon blanc konnte zweifelsfrei geklärt werden. Am Grünen Veltliner biß man sich aber die Zähne aus.

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Unverhofft kommt manchmal

Dieser Tage erscheint der neue Weinguide des Genussmagazins Falstaff. Noch habe ich das Buch nicht nicht in Händen, aber wie ich eben eher zufällig in dieser Pdf-Bestenliste entdeckt habe, zählt unser Cabernet Sauvignon 2007 mit 92 Punkten offenbar zu den bestbewerteten Rotweinen dieses Jahrgangs. Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Nicht das ich mit dem … Weiterlesen

Blindverkoster sind auch nur Menschen (7)

Das Verkosten von Wein und das genussvolle Trinken waren immer schon zwei Paar Schuhe. Die kaum zu vermeidende Bevorzugung sättigender Üppigkeit gegenüber belebender Eleganz dürfte aber bei der heurigen  Finalverkostung der Salonweine besonders groß ausgefallen sein. Anders ist es nämlich kaum zu erklären, dass sich ÖWM-Chef und Salon-Veranstalter Willi Klinger in der aktuellen Printausgabe von News öffentlich … Weiterlesen

Deutsche Aufregung um Gault Millau

Wie der deutsche Winzerblog hier berichtet (und via Beitrag und Kommentarfunktion auch zu anderen Quellen verlinkt), gehen bei unseren Nachbarn gerade die Wogen hoch, weil Gault Millau seinen Weinführer bzw. ein Zusatzpaket für Winzer zum Buch offenbar kostenpflichtig machen möchte.

Für die freiwillige Gebühr von 195 Euro (plus Mwst.) erhält der Winzer nicht nur den bisher kostenlosen Eintrag im Weinguide, sondern auch noch eine Urkunde, zwei Buchexemplare und die Nutzungsrechte für das Gault-Millau-Logo.

Auch wenn man über solche Gebühren an sich, deren Höhe und speziell deren Auswirkungen auf die Objektivität einer Bewertung und ihr Verhältnis zum Werbewert einer Auszeichnung für den Weinbaubetrieb natürlich trefflich diskutieren kann, verstehe ich die Aufgregung dennoch nicht ganz.

Vielleicht liegt das daran, dass ich die Weinmedien schon seit langer Zeit nicht mehr als Hort der Wahrheitsverkündung betrachte, sondern als (zugegeben wichtige) Co-Akteure im großen Weintheater. Und wie unter den Weinbauern gibt es auch unter den Medien recht unterschiedliche Ansichten darüber, was an Geld und Methoden einem die Aufmerksamkeit des Publikums wert sein muß.

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Das Logo mit dem Punkt

Österreich Wein

Der österreichische Wein hat ein neues Logo. Mit Punkt. Und auch wenn der rotweißrote Punkt auf den ersten Blick vielleicht etwas verloren gewöhnungsbedürftig wirkt, ist er eigentlich die Hauptsache.

Der Punkt symbolisiert nämlich jene Banderole, die die Mündung aller heimischen Qualitätsweinflaschen zieren muß, und die Tafel- und Landweine nicht zieren darf. Und die damit jenes Erkennungszeichen darstellt, dass im Unterschied zum Kleingedruckten auf dem Etikett auch von Weitem die Identifikation eines österreichischen Qualitätsweines ermöglicht.

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Bordeaux

Paul Torday: BordeauxNeulich fand ich im Weinbuchregal meiner Lieblingsbuchhandlung Paul Tordays „Bordeaux“ und war darüber etwas verwundert, weil Weinkrimis sonst üblicherweise unter „Krimi“ und nicht unter „Wein“ zu finden sind.

Und um einen Krimi handelte es sich wohl, schloß ich aus dem Kurztext auf der Rückseite:

Frankie Wilberforce, Anfang dreißig, IT-Unternehmer, Single, weiß genau, was er will. Bis er sich verführen lässt. Er verliebt sich, er kauft einen Weinkeller, er genießt das pralle Leben. Doch dann fällt er umso tiefer…

Recht schnell stellte sich beim Lesen aber heraus, dass sich der „Roman in vier Jahrgängen“ nicht um ein Verbrechen dreht, sondern ausschließlich um den dramatischen Verfall der Hauptfigur, an dem das titelgebende Getränk einen entscheidenden Anteil hat.

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Rosige Aussichten für den österreichischen Wein (?)

Wie das Fachmagazin „Der Winzer“ hier berichtet, prognostiziert eine aktuelle Studie des Marktforschungsbüros IWSR dem heimischen Weinbau eine rosige Zukunft: Im Jahr 2007 betrug der Konsum von Still- und Schaumwein in Österreich 374,5 Mio. Flaschen – fast 1 % mehr als 2003. Für den Zeitraum von 2008 bis 2012 sagt die VINEXPO-IWSR-Studie einen weiteren Anstieg … Weiterlesen

The Wine Media´s Influence on Winemaking

Via Blog-Leser und Blogger Franz Schneider bin ich heute eher zufällig auf dieses Video gestoßen, das sich mit einem spannenden Thema beschäftigt. Robert Parker’s Bitch from Josh Hermsmeyer on Vimeo. Der Titel „Robert Parker´s Bitch“ (der offenbar von einem ironisch gemeinten T-Shirt-Aufdruck eines der interviewten Winemaker übernommen wurde, der auch der Macher des Films ist, … Weiterlesen

2,99 Millionen Hektoliter

Das amtliche Endergebnis der österreichischen Weinernte 2008 ist da. Und wie schon die letzte Schätzung im Oktober (wie hier vermutet und hier wenige Tage später berichtet) liegt auch die von den Winzern tatsächlich angemeldete Weinmenge noch einmal deutlich über allen vorherigen Annahmen. Die Erntemenge von 2,99 Millionen Hektoliter bedeutet ein Plus von rund 14 Prozent gegenüber … Weiterlesen

The Printed Blog

Blogger und (Print)Journalisten sind immer wieder für verbale Scharmützel gut, nicht zuletzt deshalb, weil manche Blogger sich selbst als modern und Printmedien als völlig rückständig betrachten. Erst unlängst schwappte wieder (einmal) eine Welle an verschiedensten Meldungen über den Niedergang der Print-Weinmagazine durch alle möglichen Weinblogs. (Ich spare mir hier die Links, wen das interessiert, der … Weiterlesen

Rotwein-Bibel

Obwohl nicht wenige Mitbewerber und Kritiker des Falstaff-Magazins am Status der jährlichen Rotweinprämierung der Zeitschrift für Wein, Essen und Reisen (so die Eigendefinition) rütteln, ist der Falstaff-Rotweinguide bis heute DIE heimische Rotweinmeßlatte geblieben. Kaum ein Winzer, der auf sich hält, kann und/oder will es sich leisten, seine Weine nicht einzureichen. Und da viele mit ihrer … Weiterlesen

A la Carte 2009

Während wir mit dem Werden des neuen Jahrgangs beschäftigt waren, präsentierte der Gastro- und Weinguide von A la Carte in der Ausgabe für das Jahr 2009 seine Beurteilungen der aktuell in Verkauf befindlichen Weine. Wie schon in den letzten Jahren dürfen wir uns auch heuer wieder über sehr gute Bewertungen freuen: Beerenauslese 2006 – 92 … Weiterlesen

Zwischen den Zeilen…

…stecken oft die interessanteren Aussagen „Wir rechnen heuer mit einer Durchschnittsernte, bei der die Menge und die Qualität der Trauben sehr ausgeglichen ist. Durch die hohen Niederschlagsmengen werden die Weißweine sehr fruchtig und spritzig mit einem geringeren Alkoholgehalt. Auch die Rotweine werden heuer bekömmlicher, da sie durch weniger Sonne und Hitze nicht voll ausgereift sind.“ … Weiterlesen

Für die wenigen, die es noch nicht wissen…

…stellt die aktuelle Werbeaussendung einer heimischen Weinhandelskette zur Sicherheit noch einmal ultimativ klar, dass in Sachen österreichischer Rotwein …der Jahrgang 2006, … ja bekanntlich der beste seit 1999 ist. Dafür bin ich wirklich dankbar, denn ich hatte bislang immer gedacht, 1999 wäre weit weg von der Spitze, und 2002 und 2004 wären beim Blaufränkisch sowie … Weiterlesen

Eigenständig, anspruchsvoll und trinkfreudig

Ich war noch nie ein besonderer Freund der Bewertung von Wein mit Punktesystemen. Das hat zwar nichts damit zu tun, dass unsere Weine in den Fachmedien des Öfteren wohlwollend beschrieben, aber nur sehr selten mit den ganz hohen Punktewerten versehen werden. Aber es erleichtert den Umgang mit dieser Zwiespältigkeit ungemein. Was brauche ich Punktebewertungen, wenn … Weiterlesen

Im Fernsehen

Jeden Donnerstag sendet der ORF in der Vorabendsendung „Sommerzeit“ (respektive Frühlings-, Herbst oder Winterzeit) einen Beitrag über Wein. Übermorgen geht es nach den Wünschen des zuständigen Redakteurs um vorbeugende und ergänzende Maßnahmen und Technologien im Bereich des Pflanzenschutzes. Und weil man mit Wein-Vortragenden bereits gute Erfahrungen gemacht hat, wurde ich gebeten, dieses nicht ganz einfache … Weiterlesen

Von großen und von guten Weinen…

…schreibt David Schildknecht hier in seiner aktuellen Glosse in Vinaria und spricht mir dabei über weite Strecken aus der Seele. Schildknecht bricht nämlich eine Lanze für ehrliche, gute Alltagsweine, die nicht mehr sein wollen, als sie sind. Und für Winzer, die den Mittelweg zwischen echter oder angemaßter Größe und banaler Masse beschreiten. Es gibt heutzutage … Weiterlesen

Standpauke für Wachauer Winzer

Das die traditionell patriotischen österreichischen Weinmedien deutliche Kritik an heimischen Winzern publizieren, ist mehr als selten. Normalerweise erscheinen ihre weniger positiven Anmerkungen nicht in gedruckter Form, sondern werden (wenn es sie überhaupt gibt) mit den Winzern direkt diskutiert.

Umso auffallender ist deshalb die Standpauke für die Wachauer Winzerkollegen in der aktuellen Print-Ausgabe (bzw. in gekürzter Form auch online) von Falstaff. Zumal die Wachau bislang als Liebkind des Weinmagazins galt. Gleich an drei Stellen im Heft (im Editorial, im Artikel selbst und bei den Verkostungsnotizen im hinteren Teil des Blattes) hagelt es Vorwürfe.

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Der Winzerkönig

Während die deutsche ARD erst am Montag startet, lief im ORF heute schon die dritte Folge der zweiten Serien-Staffel des „Winzerkönig“ mit Harald Krassnitzer in der Titelrolle. Auch wenn die Meinungen über diese Gemeinschaftsproduktion von ORF und ARD auseinander gehen, ist sie für das Burgenland, für Rust und für die österreichische Weinwirtschaft zweifellos eine tolle … Weiterlesen

Cabernet 2005 in Vinaria

Traditionsgemäß als letztes österreichisches Weinmedium hat jetzt auch die Zeitschrift Vinaria ihre Noten für die besten österreichischen Rotweine 2005 veröffentlicht. Und wie schon bei der Konkurrenz im Dezember hat unser Cabernet Sauvignon 2005 auch diesmal wieder gut abgeschnitten: Cabernet Sauvignon 2005 Schwarztee, Lakritzen und Eukalyptus in der schwungvollen Nase, dahinter klare Weichselfrucht; extraktsüß und voluminös, … Weiterlesen

Blogs und Journalismus

Das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten nicht immer das beste. Dabei müßte dem gar nicht so sein, wie Wolf Hosbach von Hausmannskost 2.0 aus aktuellem Anlaß hier sehr schön beschreibt.

Auch wenn mein „doppelter“ Kollege Thomas Lippert schon andere persönliche Erfahrungen machen mußte, kann ich mich als Blogger nicht über die professionellen Journalisten beschweren.

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Rede und Antwort

Die beiden Macher der tollen Blog-Übersicht genussblogs.net haben wieder etwas Neues ausgeheckt: Sie bitten verschiedene Genussblogger zum Interview. Den Anfang durfte dabei Thomas Günther von weinverkostungen.de machen, und als nächsten hat Winzerblogger Thomas Lippert, der Genussblog-Chefinterviewer mich ins Visier genommen. In einer langen Nacht vor ein paar Tagen hat er mich befragt und ich habe … Weiterlesen

Österreichs beste Rotweine 2008

„Schon wieder einer!“ ist man als Winzer angesichts der zahlreichen österreichischen Weinguides und -wettbewerbe versucht zu sagen, wenn man (kostenpflichtig) zur Teilnahme an einem neuen Weinbewerb eingeladen wird.

Wie hier bereits einmal angedeutet, sind wir ob der unüberschaubaren Anzahl und der Kosten mittlerweile recht wählerisch geworden, wenn es darum geht, unsere Weine ins weinmediale Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Trotzdem erwies sich unsere Wahl im nachhinein nicht immer als glücklich.

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Einigung bei EU-Weinmarktreform

Nachdem sich der Rat der EU-Agrarminister gestern nach hitziger Debatte noch vertagt hatte, dürfte es heute doch noch eine Einigung in Sachen Weinmarktordnung gegeben haben. Das berichten zumindest diese beiden Quellen ohne allzu viele nähere Angaben zu machen. EDIT: Während ich diesen Bericht zu Ende geschrieben habe, hat der Drink-Tank hier zahlreiche Details veröffentlicht.

Weil sie schon seit längerer Zeit verhandelt wird und natürlich Auswirkungen auf den einzelnen Winzer hat, habe ich schon öfter über Weinmarktreform berichtet: Über deren grundsätzliche Ziele, die unterschiedlichen Interessen und Anschauungen der verschiedenen Weinbauländer und die Insider-Meinung des Vorgängers der jetzigen Agrar-Kommissarin Fischer-Boel.

Das größte Hindernis auf dem Weg zu einer Einigung war das von der Kommission geplante Verbot der Aufbesserung mit Zucker, um die Winzer in den nördlicheren Weinbauländern zur Verwendung von (vorwiegend italienischem) Traubensaftkonzentrat (RTK) zu diesem Zweck zu zwingen.

Die RTK-Lobby witterte dabei nämlich das große Geschäft und schaffte es erfolgreich, der Kommission die erzwungene RTK-Verwendung als Maßnahme zum Abbau von Wein(trauben)überschüssen zu verkaufen. Während das mit seinen nördlicheren Gebieten ebenfalls betroffene Frankreich bis zuletzt auffallend ruhig war, wehrten sich Deutschland und Österreich vehement gegen ein Verbot der Zuckerung zur Alkoholerhöhung.

In den Medien hatte das recht unterschiedliche Folgen:

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Der Meisterblogger

Schneller als erst gestern von mir erhofft bzw. angedeutet sind heute die nächsten Weinjournalisten-Komplimente bei mir eingetrudelt. Es scheint tatsächlich Wei(h)nachten zu werden: Im brandneuen A-la-Carte-Magazin schreibt der bekannte Weinjournalist Michael Pronay in seinem Artikel über bloggende österreichische Winzer unter anderem von Bernhard Fiedlers „We(in)blog“, der es in Sachen Niveau und Sprachbeherrschung locker mit Profijournalisten … Weiterlesen