Wie der deutsche Winzerblog hier berichtet (und via Beitrag und Kommentarfunktion auch zu anderen Quellen verlinkt), gehen bei unseren Nachbarn gerade die Wogen hoch, weil Gault Millau seinen Weinführer bzw. ein Zusatzpaket für Winzer zum Buch offenbar kostenpflichtig machen möchte.
Für die freiwillige Gebühr von 195 Euro (plus Mwst.) erhält der Winzer nicht nur den bisher kostenlosen Eintrag im Weinguide, sondern auch noch eine Urkunde, zwei Buchexemplare und die Nutzungsrechte für das Gault-Millau-Logo.
Auch wenn man über solche Gebühren an sich, deren Höhe und speziell deren Auswirkungen auf die Objektivität einer Bewertung und ihr Verhältnis zum Werbewert einer Auszeichnung für den Weinbaubetrieb natürlich trefflich diskutieren kann, verstehe ich die Aufgregung dennoch nicht ganz.
Vielleicht liegt das daran, dass ich die Weinmedien schon seit langer Zeit nicht mehr als Hort der Wahrheitsverkündung betrachte, sondern als (zugegeben wichtige) Co-Akteure im großen Weintheater. Und wie unter den Weinbauern gibt es auch unter den Medien recht unterschiedliche Ansichten darüber, was an Geld und Methoden einem die Aufmerksamkeit des Publikums wert sein muß.
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