The Wine Media´s Influence on Winemaking

Via Blog-Leser und Blogger Franz Schneider bin ich heute eher zufällig auf dieses Video gestoßen, das sich mit einem spannenden Thema beschäftigt.


Robert Parker’s Bitch from Josh Hermsmeyer on Vimeo.

Der Titel „Robert Parker´s Bitch“ (der offenbar von einem ironisch gemeinten T-Shirt-Aufdruck eines der interviewten Winemaker übernommen wurde, der auch der Macher des Films ist, wenn ich das richtig durchschaut habe) ist mir zwar etwas zu personifiziert und plakativ, einige Aussagen decken sich aber durchaus mit meinen Beobachtungen (die bei weitem nicht nur auf Kalifornien beschränkt sind).

Der kalifornische Winzerkollege Randy Dunn meint in dem Film z.B. sinngemäß, dass die vielen Argumente, die als Begründung dafür angegeben werden, warum die Weine immer üppiger und alkoholischer werden, letztlich nur Marketing-Ausreden sind.

Hauptschuld am Trend zu mehr Alkohol etc. seien weder neue Unterlagsreben, noch die Sorten oder die Qualitätsbestrebungen etc. Schuld sei der Wille der Produzenten solche Weine machen zu wollen, um größere Chancen auf hohe Bewertungen (bei manchen Verkostern) zu haben.

Auch seine Antwort auf einen Kollegen gefällt mir gut, der sagte, bei ihm würden die Cabernet-Trauben erst mit einem natürlichen Zuckergehalt für 15 Prozent Alkohol richtig reif schmecken. Dunn meinte, er sollte wohl besser etwas anderes produzieren, als Cabernet, wenn dem so wäre.

Mit der Auswahl der Interviewpartner gibt das Video natürlich die Richtung vor, und die Gegenseite kommt nur am am Rande in Form der eher vorsichtig formulierenden Dame vom Culinary Institute of America vor.

Der durchaus witzige Schluß des Videos zeigt auch, dass es den Machern nicht unbedingt um journalistische Objektivität geht. Absolut sehenswert sind die 26 Minuten aber meiner Meinung nach trotzdem.

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