Ausgleichsflächen

Seit vielen Jahren sind die Fahrgassen zwischen unseren Rebzeilen begrünt, und vor allem bei Junganlagen gelingt es uns durch gezielte Einsaat auch Blühpflanzen zu etablieren. Durch die Bewirtschaftung dominieren nach einigen Jahren allerdings meistens Gräser, weil diese das Befahren mit dem Traktor besser vertragen.

Um den für uns großteils nützlichen Insekten trotzdem einen guten Lebensraum zu bieten, säen wir deshalb auch in alten Weingärten gelegentlich erneut blühende Begrünungsmischungen ein, vor allem aber pflegen wir spezielle Biodiversitätsflächen. Das sind überwiegend Parzellen in der Ebene zum Neusiedlersee, die wir aus qualitativen und oder wirtschaftlichen Gründen nicht mehr mit Weinreben bepflanzen.

In der Riede Bauwiesort, wo wir den gut 30 Jahre alten Weingarten nach der Lese 2020 gerodet haben, wächst jetzt zum Beispiel weitgehend ungestört eine Bienenweide-Mischung. Im Moment dominieren die Blüten der Phacelia und es summt und brummt, dass es eine Freude ist. Später werden andere Arten sichtbar werden und über Monate abwechslungsreiche Insektenverpflegung bieten.

Die vielen Blüten bereichern also nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind auch ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität in unseren Rieden und damit unserer zertifizierten nachhaltigen Bewirtschaftungsweise. Mehr über den Begriff der Nachhaltigkeit und die Zertifizierung gibt es in diesem Beitrag zu lesen. Und weitere diesbezügliche Maßnahmen beschreibe ich (nach und nach) in verschiedenen Beiträgen in der Kategorie „Nachhaltigkeit“.

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