Großer Abfülltag

Rundfüller und Korkmaschine

Gestern war großer Abfülltag. Insgesamt sieben Weine des Jahrgangs 2006 kamen in die Flasche. Neben dem Landwein vom Grünen Veltliner (1l-Flaschen) die Qualitätsweine vom Veltliner, Muskat, Pinot blanc, Chardonnay und Rosé sowie unsere Auslese aus Pinot blanc und Traminer.

Die Vorbereitungen dafür haben bereits vor einigen Wochen begonnen: Schraubverschlüsse mit staatlichem Banderoleneindruck bestellen (Lieferfrist beachten!), Kork- und Plastikstoppel-Bestände prüfen, fünf verschiedene Flaschensorten bestellen, Prüfnummern beantragen, Etiketten bestellen, Weine verschneiden, SO2-Spiegel prüfen und für die Füllung einstellen, Leihgerät für das Verschließen der Schrauber-Flaschen avisieren, und, und, und.

Vorgestern galt es dann, die Weine vorzubereiten und alles Notwendige (Wein, Flaschen, Verschlüsse, Paletten mit Aufsatzrahmen für die gefüllten Flaschen) auch tatsächlich in unsere Abfüllanlage zu transportieren, sofern es nicht ohnehin dorthin geliefert wurde. Seit 20 Jahren füllen wir nämlich nicht mehr selbst, sondern in einer gemeinsamen Anlage, die von etwa 70 Mörbischer Winzern (d.h. fast alle vom Hobby-Abfüller bis zu den relativ „großen“ Winzern) gemeinsam gekauft wurde.

In diesem genossenschaftlich organisierten Betrieb wird unser Wein von fix angestelltem Personal mit Gerätschaften, die auf dem letzten Stand der Technik sind in unsere Flaschen abgefüllt und mit unseren Korken verschlossen. Der Nachteil des Weintransportes in Fuhrtanks wird für uns durch die Vorteile bei weitem aufgewogen.

Eine gemeinsame Anlage ist nicht nur günstiger, weil besser ausgelastet, sondern sie ist auch leichter auf dem neuesten Stand zu halten (weil rascher amortisiert) und macht es möglich, daß wir uns ohne Streß auf die Kontrolle dieses wichtigen Arbeitsschrittes konzentrieren zu können.

Details zur Abfüllgemeinschaft findet man hier (im Menü „Wein aus Mörbisch“-„Organisationen“-„Weinbaumaschinengenossenschaft“.

Der einzige Wermutstropfen ist, daß wir bislang noch nicht genügend Kollegen vom Schraubverschluß überzeugen konnten. Deshalb hat unsere Anlage noch keinen automatischen Schraubverschließer und wir sind auf ein halbautomatisches Leihgerät unseres Flaschenhändlers angewiesen (im folgenden Bild rechts der Mitte zu sehen).

Schrauber-Halbautomat

Das macht die Sache mit dem Schrauber im Moment für uns noch etwas mühsam. Wir brauchen eine zusätzliche Person und schaffen nur etwa die Hälfte der normalen Stundenleistung. Aber es ist machbar, wie die 6000 Flaschen mit Schrauber gestern wieder gezeigt haben.

Ein großes Plus unserer Anlage ist die Flaschenwaschmaschine. Die ist so groß wie ein ganzes Zimmer (links im Bild) und garantiert bei guter Stundenleistung sorgfältig gereinigte Ein- und Zweiliterpfandflaschen. Für unsere Qualitätsweine verwenden wir seit Jahren nur noch neue Flaschen, die zwar nicht gewaschen werden, aber sehr wohl durch den Sterilisator (rechts im Bild) laufen.

Waschmaschine und Sterilisator

2 Gedanken zu „Großer Abfülltag“

Schreibe einen Kommentar