{"id":998,"date":"2009-01-24T23:05:26","date_gmt":"2009-01-24T22:05:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=998"},"modified":"2009-01-24T23:10:21","modified_gmt":"2009-01-24T22:10:21","slug":"junge-reben-braucht-das-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=998","title":{"rendered":"Junge Reben braucht das Land"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/edelreiser-7-komprimiert.jpg\" alt=\"Frisch geschnittene Edelreisreben\" title=\"Frisch geschnittene Edelreisreben\" class=\"aligncenter size-full wp-image-997\" \/><\/p>\n<p>Wie <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=715\">hier<\/a> bereits berichtet, haben wir schon des \u00f6fteren unsere Reben als Vermehrungsbasis f\u00fcr neue eigene Weing\u00e4rten herangezogen. Im heurigen Jahr geht die Verbreitung unserer Weinst\u00f6cke aufgrund besonderer Umst\u00e4nde aber weit \u00fcber die bisherigen Dimensionen hinaus. <!--more--><\/p>\n<p>Normalerweise schneidet unser langj\u00e4hriger Rebenlieferant die meisten Edelreiser f\u00fcr die Veredlung in seinen eigenen Weing\u00e4rten. Im Sommer 2008 hat ihm aber der Hagel einen Strich durch seine Rechnung gemacht und die Rebtriebe derart besch\u00e4digt, dass ein schlechter Vermehrungserfolg zu bef\u00fcrchten ist.<\/p>\n<p>So war der Rebschulbesitzer auf der Suche nach sorgf\u00e4ltig angelegten und gut gepflegten Weing\u00e4rten mit gutem Rebmaterial (z.T. aus seiner Hand) und entsprechenden Aufzeichnungen dar\u00fcber. Durch Zufall kam er dabei auf uns und schon bei der ersten Besichtigung im Sp\u00e4tsommer entschied er sich, einige unserer Weing\u00e4rten f\u00fcr die Vermehrung heranzuziehen.<\/p>\n<p>Vor der Ernte 2008 wurden die betroffenen Weing\u00e4rten intensiv begutachtet und kranke St\u00f6cke sowie Reben anderer Sorten markiert, um sie im Winter aussondern zu k\u00f6nnen. Seit einigen Tagen entnehmen die Mitarbeiter des Rebveredlers nun hinter meinem Vater und mir die beim Rebschnitt nicht ben\u00f6tigten Triebe, b\u00fcndeln und beschriften sie sorgsam und transportieren sie innerhalb eines Tages ins K\u00fchlhaus, um ein Austrocknen zu vermeiden.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Zeit werden die Triebe in knapp 10 cm lange St\u00fccke mit jeweils einem Auge (d.h. einer Knospe) geschnitten. Diese Edelreiser werden dann auf reblauswiderstandsf\u00e4hige Unterlagsreben (die von amerikanischen Wildreben abstammen) gepfropft und zum Schutz vor Austrocknung in fl\u00fcssiges Wachs getaucht.<\/p>\n<p>Einigen Wochen in S\u00e4gemehl im feuchtwarmen Vortreibhaus lassen die beiden Rebtriebe zu einer Einheit verwachsen, ehe sie im Fr\u00fchsommer ins Freiland gepflanzt werden. Dort bildet die Unterlagsrebe ein Wurzelsystem und das Auge des Edelreis einen kleinen Trieb, der die Grundlage f\u00fcr alle oberirdischen Teile des neuen Weinstockes darstellt.<\/p>\n<p>Im Herbst werden die Jungreben dann gerodet, sortiert und \u00fcber den Winter im K\u00fchlhaus aufbewahrt, bis sie ein Jahr nach der Veredlung an ihren richtigen Platz im neuen Weingarten gepflanzt werden. Wo auch immer der sein wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie hier bereits berichtet, haben wir schon des \u00f6fteren unsere Reben als Vermehrungsbasis f\u00fcr neue eigene Weing\u00e4rten herangezogen. 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