{"id":8510,"date":"2024-10-30T17:11:45","date_gmt":"2024-10-30T16:11:45","guid":{"rendered":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8510"},"modified":"2024-10-30T17:11:45","modified_gmt":"2024-10-30T16:11:45","slug":"weine-aus-trauben-und-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8510","title":{"rendered":"Weine aus Trauben und Zeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Zeit ist gemeinsam mit den Trauben die wichtigste \u201eZutat\u201c unserer Weine. Viele Arbeitsstunden im Weingarten, aber auch das geduldige Warten auf den richtigen Moment im Keller bringen ihren wahren Charakter zum Vorschein. In unserer schnelllebigen Zeit ein Luxus, den sich nicht alle Weinbauern leisten k\u00f6nnen oder wollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Weingarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oft h\u00f6rt man, dass Qualit\u00e4t im Weingarten w\u00e4chst, aber wenn man diese alte Binsenweisheit wirklich ernst nimmt, ist sehr viel Arbeit damit verbunden. Die Rebe w\u00e4chst zwar wie jede Pflanze auch ohne menschliches Zutun, erst sorgf\u00e4ltige Pflege l\u00e4sst aber besonders hochwertige Trauben reifen. Manches l\u00e4sst sich heutzutage maschinell erledigen, die wichtigsten Arbeiten erfolgen bei uns aber nach wie vor in zeitaufw\u00e4ndiger Handarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei der Weinlese<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach den vielen Stunden, die wir im Weigarten verbringen, m\u00f6ch-ten wir die Fr\u00fcchte unserer Arbeit nat\u00fcrlich in bestem Zustand ernten. Geduldig warten wir deshalb auf den richtigen Zeitpunkt, auch wenn schlechte Wetterprognosen an den Nerven zerren. Wenn es dann soweit ist, lesen wir unsere Trauben sorgf\u00e4ltig von Hand, nicht zuletzt, weil das eine gleichm\u00e4\u00dfige, langsamere Verarbeitung im Presshaus erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Keller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerade im Stress der Erntezeit braucht der Kellermeister eine ruhige Hand. Fast immer gen\u00fcgt es, den Most mit wenig Aufwand behutsam in die richtige Richtung zu lenken. Setzt dann die G\u00e4rung ein, kann man ihr Ende meist geduldig abwarten, ohne den Wein hektisch aufzur\u00fchren oder umzupumpen. Schlie\u00dflich geht bei allen T\u00e4tigkeiten im Keller immer auch ein klein wenig Fruchtigkeit und Frische verloren.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Nach der G\u00e4rung ist Zeit ganz besonders wichtig. Die jungen Weine brauchen sie, um sich selbst zu finden. Viele Aromen verbinden sich mit anderen Inhaltsstoffen und werden so stabiler und interessanter. Dabei spielt die Hefe eine wichtige Rolle, auch wenn sie die Umwandlung von Zucker in Alkohol bereits erledigt hat. Deshalb lassen wir unsere Weine bewusst auf der Hefe reifen. Und w\u00e4hrend andere im Herbst mit gro\u00dfem technischen Aufwand den ganzen Keller blitzblank filtrieren, beobachten wir geduldig die Entwicklung der Jungweine und warten auf das nat\u00fcrliche Absinken der Hefezellen.<br><br><strong>In der Flasche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit nehmen wir uns nat\u00fcrlich selbst aus dem Rennen um die schnellste Abf\u00fcllung des neuen Jahrgangs. W\u00e4hrend die Hochgeschwindigkeitsweine aber oft schon ein halbes Jahr sp\u00e4ter wieder an Qualit\u00e4t verlieren, bewahren langsame Tropfen ihre Lebendigkeit viel l\u00e4nger. Sie profitieren von der Flaschenreife und wir g\u00f6nnen ihnen deshalb auch Zeit im Lager, bevor wir sie zum Verkauf anbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit ist gemeinsam mit den Trauben die wichtigste \u201eZutat\u201c unserer Weine. Viele Arbeitsstunden im Weingarten, aber auch das geduldige Warten auf den richtigen Moment im Keller bringen ihren wahren Charakter zum Vorschein. 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