{"id":84,"date":"2006-09-27T22:12:38","date_gmt":"2006-09-27T20:12:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=84"},"modified":"2006-09-27T22:13:30","modified_gmt":"2006-09-27T20:13:30","slug":"fruhschlus-und-der-aktuelle-stand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=84","title":{"rendered":"Fr\u00fchschlu\u00df und der aktuelle Stand"},"content":{"rendered":"<p>Heute war ich ausnahmsweise schon um halb acht &#8222;fertig&#8220;, was ohne Pausen etwa einem 11-Stunden-Tag entspricht. Die Lesehelfer arbeiten zwar &#8222;nur&#8220; neun Stunden, sind aber genauso m\u00fcde, da die hohen Temperaturen die Arbeit noch beschwerlicher machen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Arbeit des Kellermeisters hinkt der Lese ja hinterher, und bis jetzt ist noch nicht allzuviel im Keller bzw. in G\u00e4rung. Richtig rund geht es in ein paar Tagen. Dann g\u00e4rt der erstgelesene Muskat immer noch und die\u00a0heute gelesenen\u00a0Wei\u00dfburgunder und Chardonnay-Moste auch schon und\u00a0die vier verschiedenen Zweigelt-Chargen sind in der Endphase der G\u00e4rung. Das bedeutet zus\u00e4tzlich zur Verarbeitung der laufend hereinkommenden Trauben jede Menge G\u00e4rungsverl\u00e4ufe zu kontrollieren und zu protokollieren, Moste zu bel\u00fcften, Rotweinmaischen rundzupumpen, Temperaturen zu kontrollieren, Aufzeichungen zu f\u00fchren, Beh\u00e4lter vorzubereiten, und, und, und.<\/p>\n<p>Die aktuelle Lage:<\/p>\n<p>Der Muskat g\u00e4rt eifrig vor sich hin. Die letzten Zweigelt-Trauben sind gelesen und alle vier Chargen haben bereits mit der G\u00e4rung begonnen. Die Trauben waren reif und die Schalen zwar da und dort schon recht d\u00fcnn und im Vorstadium zur Botrytis, weitgehend allerdings intakt und durchaus vielversprechend. Der Tank, den wir am Montag gelesen haben, und der daher am weitesten ist, zeigt schon eine ziemlich dunkle Farbe, obwohl zwei Tage und eine G\u00e4rstarttemperatur von nur etwas \u00fcber 20 \u00b0C f\u00fcr die Farbauslaugung aus der Schale eigentlich sehr wenig sind.<\/p>\n<p>Der Chardonnay hat mit \u00fcber 20 \u00b0KMW eine sehr hohe Zuckergradation und\u00a0von einzelnen Botrytisnestern abgesehen waren die Trauben bei der heutigen Lese in einem guten Zustand. Wie hoch die in dieser Lage\u00a0\u00fcblicherweise\u00a0sehr hohe S\u00e4ure (noch) ist, werde ich morgen analysieren.<\/p>\n<p>Auch der erste Pinot blanc im Keller &#8211;\u00a0von unserem \u00e4ltesten Weingarten, bei dem wir die Trauben ausged\u00fcnnt haben &#8211; ist mit 19,5 \u00b0KMW sehr reif. Fertig vergoren wird er wohl bei etwas \u00fcber 13 % Alkohol liegen. Die Trauben waren in noch besserem Zustand als der Chardonnay und ich erwarte mir daher eigentlich sehr viel.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Tagen werden wir nach und nach Gr\u00fcnen Veltliner, Welschriesling und\u00a0die weiteren Pinot-blanc-Weing\u00e4rten lesen. Die Reihenfolge wird das Wetter, der Gesundheitszustand der Trauben und nat\u00fcrlich die\u00a0Reife bestimmen.<\/p>\n<p>Im Burgenland d\u00fcrfte die Erntemenge nicht so niedrig sein, wie nach dem eher schlechten Bl\u00fctewetter Anfang Juni bef\u00fcrchtet. Wie mir ein Freund aus dem Weinviertel heute mitgeteilt hat, sieht es dort (\u00fcber)reifem\u00e4\u00dfig \u00e4hnlich, mengenm\u00e4\u00dfig aber deutlich schlechter aus. So soll es beim Veltliner einige Verrieselungssch\u00e4den (nicht befruchtete Beeren, die nach schlechtem Bl\u00fctewetter abfallen) geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war ich ausnahmsweise schon um halb acht &#8222;fertig&#8220;, was ohne Pausen etwa einem 11-Stunden-Tag entspricht. 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