{"id":8274,"date":"2023-09-10T11:35:09","date_gmt":"2023-09-10T09:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8274"},"modified":"2023-09-10T11:35:09","modified_gmt":"2023-09-10T09:35:09","slug":"vorfreude-und-anspannung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8274","title":{"rendered":"Vorfreude und Anspannung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Wochen vor der Weinlese sind von Vorfreude und Anspannung gleicherma\u00dfen gepr\u00e4gt. Freude dar\u00fcber, das Resultat unserer Arbeit seit dem Rebschnitt im J\u00e4nner endlich nach Hause holen zu k\u00f6nnen. Und Nervosit\u00e4t, ob die Entscheidung, mit der Ernte zu beginnen richtig ist und ob Ausr\u00fcstung und Wetter halten, bis alle Trauben geerntet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich bin ich immer gespannt darauf, wie der Jahrgang dann wirklich ausf\u00e4llt und ob die Weine den Erwartungen entsprechen. Heuer ist meine Neugier aber noch ein bisschen gr\u00f6\u00dfer, denn 2023 hat uns ein paar recht interessante Wendungen beschert. Nach einem kalten Fr\u00fchjahr sind die Reben ungew\u00f6hnlich sp\u00e4t  (zumindest f\u00fcr die letzten 20 Jahre) in die Vegetationsperiode gestartet, und trotz einiger Hitzeperioden war der Sommer insgesamt nicht extrem hei\u00df und vor allem von ausreichend Niederschlag gekennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzterer hat f\u00fcr ein sch\u00f6nes Wachstum von Trieben und Trauben ohne Trockenstress gesorgt, uns aber auch eine massive Peronospora-Infektion zur Bl\u00fctezeit beschert. <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8243\">Die damalige Behandlung gegen diesen echten Mehltau<\/a> kam in manchen Weing\u00e4rten zu sp\u00e4t und konnte dort deutliche Ertragsverluste nicht verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht f\u00f6rderlich f\u00fcr die Erntemenge ist auch der teilweise bescheidene Traubenansatz. Die Anzahl der Trauben wird in den Knospen n\u00e4mlich bereits im Vorjahr angelegt und im Trockenjahr 2022 wollten sich die Reben wohl nicht zu viel f\u00fcr heuer aufb\u00fcrden. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfte bei der Sorte Zweigelt die <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1790\">Traubenwelke<\/a> wieder verst\u00e4rkt auftreten, die uns z.B. im ebenfalls gut wasserversorgten Jahr 2008 in manchen Weing\u00e4rten rund 30% der Trauben gekostet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank der \u00fcberdurchschnittlichen Temperaturen Ende August und jetzt im September ist die Lese nun doch ein wenig fr\u00fcher als gedacht. Ein typisches Hitzejahr ist 2023 aber trotzdem nicht, denn jetzt w\u00e4hrend der der Endreife sind die N\u00e4chte f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse am Neusiedlersee schon vergleichsweise k\u00fchl. Qualitativ ist also alles drin, mit ein bisschen Gl\u00fcck vielleicht sogar die ideale Kombination von hoher Traubenreife mit  sch\u00f6nen Fruchtaromen und \u00fcberdurchschnittlichen S\u00e4urewerten. Vielleicht vergleichbar mit z.B. 1993 oder 2013 und dazu w\u00fcrde ich auf gar keinen Fall nein sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie immer es schlie\u00dflich auch kommt, die n\u00e4chsten Wochen sind die anstrengendsten des ganzen Weinjahres, in denen man mitunter an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit ger\u00e4t. Trotzdem ist heute f\u00fcr mich ein Tag der Freude:<\/p>\n\n\n\n<p>Morgen beginnen wir mit der Weinlese 2023!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wochen vor der Weinlese sind von Vorfreude und Anspannung gleicherma\u00dfen gepr\u00e4gt. Freude dar\u00fcber, das Resultat unserer Arbeit seit dem Rebschnitt im J\u00e4nner endlich nach Hause holen zu k\u00f6nnen. 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