{"id":8092,"date":"2022-11-08T16:07:20","date_gmt":"2022-11-08T15:07:20","guid":{"rendered":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8092"},"modified":"2022-11-08T16:07:20","modified_gmt":"2022-11-08T15:07:20","slug":"wundersame-metamorphose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=8092","title":{"rendered":"Wundersame Metamorphose"},"content":{"rendered":"\n<p>Obwohl wir schon viele Jahrg\u00e4nge erlebt haben, ist es immer noch jedes Mal wie ein kleines Wunder: Innerhalb weniger Wochen werden aus s\u00fc\u00dfen, aber aromatisch meist unspektakul\u00e4ren Trauben Jungweine mit einer faszinierenden Geschmacksvielfalt. Der Gro\u00dfteil davon ist zwar auch schon im Most vorhanden, aber weil die Aromen dort an Zucker gebunden sind, k\u00f6nnen wir sie nicht wahrnehmen. Erst wenn die G\u00e4rung Alkohol aus dem Zucker macht, werden sie freigesetzt und riechbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sturm und Drang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der G\u00e4rung bestimmt die Hefe den Duft. Ihren charakteristischen, an Brotteig erinnernden Geruch kennt jeder, der schon einmal Sturm getrunken hat. Nur sehr verhalten merkt man dahinter den Wandel vom Most zum Wein. Erst gegen Ende der G\u00e4rung tritt das Aroma des Weines langsam in den Vordergrund. Die Hefezellen sinken im Fass zu Boden, und so wie der junge Wein selbst wird auch sein Bukett allm\u00e4hlich klarer. Diese Wochen sind im Keller die spannendsten des ganzen Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>T\u00e4gliche Ver\u00e4nderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von Tag zu Tag erinnert der Jungwein ein bisschen mehr an das, was Monate, teilweise Jahre sp\u00e4ter in Flaschen gef\u00fcllt wird. Damit uns nichts entgeht, verkosten wir den neuen Jahrgang in den ersten Wochen beinahe t\u00e4glich und sch\u00e4rfen so unsere Sinne f\u00fcr die Wahrnehmung selbst kleinster Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Trauben sch\u00f6n waren und im Keller vom Pressen bis zur G\u00e4rung keine Fehler passiert sind, geht auch nachher meist alles gut. Das t\u00e4gliche Verkosten ist in diesen F\u00e4llen vor allem ein wohlwollendes Beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fr\u00fchzeitig und sanft reagieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal aber entwickelt sich ein Wein nicht ganz so, wie erwartet. Die G\u00e4rung verlangsamt sich fr\u00fcher, als sie sollte. Das Aroma wirkt innerhalb von wenigen Tagen verschlossen, statt aufzubl\u00fchen. Der Wein am Gaumen rauh oder m\u00fcde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkt man solche Ver\u00e4nderungen rechtzeitig, gen\u00fcgt fast immer eine Kleinigkeit, um ihn wieder auf die richtige Spur zu bringen. Das Umziehen in einen w\u00e4rmeren oder k\u00e4lteren Teil des Kellers. Das Entfernen der Hefe ein paar Tage fr\u00fcher, als eigentlich geplant. Oder das Umf\u00fcllen des Weines in einen anderen Beh\u00e4lter, damit er mit ein bisschen Luft wieder aufatmen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Rest \u00fcbernimmt dann normalerweise die Reife, denn mit jeder Woche werden die jungen Weine stabiler. Schon im November ist der Zeitpunkt der Arbeiten im Keller keine Frage von Stunden oder Tagen mehr, sondern eher eine von Wochen. Dementsprechend gr\u00f6\u00dfer werden dann die Abst\u00e4nde, in denen wir die Weine verkosten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Foto: Armin Bardel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl wir schon viele Jahrg\u00e4nge erlebt haben, ist es immer noch jedes Mal wie ein kleines Wunder: Innerhalb weniger Wochen werden aus s\u00fc\u00dfen, aber aromatisch meist unspektakul\u00e4ren Trauben Jungweine mit einer faszinierenden Geschmacksvielfalt. 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