{"id":7896,"date":"2022-03-14T08:57:20","date_gmt":"2022-03-14T07:57:20","guid":{"rendered":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=7896"},"modified":"2022-03-14T08:57:20","modified_gmt":"2022-03-14T07:57:20","slug":"vielfalt-und-abwechslung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=7896","title":{"rendered":"Vielfalt und Abwechslung"},"content":{"rendered":"\n<p>Reben sind eine Dauerkultur \u00fcber mehrere Jahrzehnte (bzw. in den alten Rieden mehr oder weniger \u00fcber Jahrhunderte). Deshalb erm\u00fcden Weing\u00e4rten auch bei bestm\u00f6glicher Bewirtschaftung (z.B. durch Begr\u00fcnung der Fahrgassen) unweigerlich den Boden, auf dem sie stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dem entgegenzuwirken, hat mein Vater schon vor Jahrzehnten, als das noch v\u00f6llig \u00fcblich war, damit aufgeh\u00f6rt, neue Weing\u00e4rten unmittelbar im Fr\u00fchling nach der Rodung ihrer Vorg\u00e4nger im Herbst auszupflanzen. Wir g\u00f6nnen unseren Brachefl\u00e4chen stattdessen seit damals eine mehrj\u00e4hrige Ruhepause, in der Luzerne und andere Kleearten mit ihren Wurzeln den Boden lockern und mit Humus anreichern. Obwohl das m\u00f6glich w\u00e4re, wird der Gr\u00fcnschnitt n\u00e4mlich nicht genutzt, sondern verrottet vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit verzichten wir nat\u00fcrlich auf den Ertrag mehrerer Weinjahrg\u00e4nge von diesen Parzellen, aber im Sinne der Nachhaltigkeit lohnt sich diese Vorgangsweise trotzdem. Einerseits, weil sich die jungen Reben in solcherart gesundeten B\u00f6den besonders wohl f\u00fchlen, keinen Stickstoffd\u00fcnger ben\u00f6tigen und schneller in Ertrag kommen. Und andererseits, weil unsere begr\u00fcnten, bl\u00fchenden Grundst\u00fccke mitten in den Rieden wichtige R\u00fcckzugsorte f\u00fcr Insekten und andere Tiere sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zu diesen Bl\u00fchfl\u00e4chen auf Zeit pflegen wir au\u00dferdem noch etwa 1,5 Hektar (also mehr als 10% unserer Weingartenfl\u00e4che) dauerhafte Biodiversit\u00e4tsparzellen. Dabei handelt es sich vor allem um fr\u00fchere Weing\u00e4rten in Seen\u00e4he, die wir nicht mehr auspflanzen, weil es uns der Strukturwandel der letzten Jahrzehnte erm\u00f6glicht hat, gen\u00fcgend Rebfl\u00e4chen in den besseren Hanglagen zu tauschen oder zu kaufen. Je nach Standort sind das heute ungenutzte Trocken- oder Feuchtwiesen, und zum Teil haben wir auch eine besondere Bienenweide-Bl\u00fchmischung angebaut. <\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe Ausgleichsfl\u00e4che f\u00fcr unsere Weing\u00e4rten und deren Pflanzenvielfalt sind ein wesentlicher Aspekt unserer zertifizierten nachhaltigen Bewirtschaftungsweise. Mehr \u00fcber den Begriff der Nachhaltigkeit und die Zertifizierung gibt es <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=7841\">in diesem Beitrag<\/a> zu lesen. Und weitere diesbez\u00fcgliche Ma\u00dfnahmen beschreibe ich (nach und nach) in verschiedenen Beitr\u00e4gen <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?cat=46\">in der Kategorie &#8222;Nachhaltigkeit&#8220;<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reben sind eine Dauerkultur \u00fcber mehrere Jahrzehnte (bzw. in den alten Rieden mehr oder weniger \u00fcber Jahrhunderte). Deshalb erm\u00fcden Weing\u00e4rten auch bei bestm\u00f6glicher Bewirtschaftung (z.B. durch Begr\u00fcnung der Fahrgassen) unweigerlich den Boden, auf dem sie stehen. 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