{"id":7879,"date":"2022-03-05T11:14:17","date_gmt":"2022-03-05T10:14:17","guid":{"rendered":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=7879"},"modified":"2022-03-05T11:16:04","modified_gmt":"2022-03-05T10:16:04","slug":"arbeitstitel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=7879","title":{"rendered":"Wie umgehen mit dem Unvorstellbaren?"},"content":{"rendered":"\n<p>In unserer Nachbarschaft herrscht Krieg. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, ihnen gilt mein ganzes Mitgef\u00fchl und meine Unterst\u00fctzung im Rahmen meiner M\u00f6glichkeiten. Dazu geh\u00f6rt es auch, Vladimir Putin als Schuldigen zu benennen und dem M\u00e4rchen von seinem verletzten Sicherheitsbed\u00fcrfnis, das die Aggression gegen die Ukraine rechtfertigen oder auch nur erkl\u00e4ren w\u00fcrde, entgegenzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jenseits dieser Klarheit stellen sich mir als Weinbauer und Blogger aber vor allem zwei Fragen: Kann man in dieser katastrophalen Situation noch guten Gewissens \u00fcber Genuss und Lebensfreude, \u00fcber etwas (im direkten Vergleich v\u00f6llig banales) wie Wein schreiben und reden? Und wenn ja, sollte man das dann nicht wenigstens mit Spendenaufrufen und Charityaktionen verbinden, um den Ernst der Lage pr\u00e4sent zu halten?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viele Antworten auf diese Fragen, und die allermeisten davon sind wohl weder richtig noch falsch. Letztlich muss jeder seinen pers\u00f6nlichen Umgang mit diesen schweren Zeiten finden. <\/p>\n\n\n\n<p>Als Politik- und Geschichte-Junkie besch\u00e4ftige ich mich sehr intensiv mit dem Krieg in der Ukraine, wahrscheinlich intensiver als es mir gut tut. Sich dazwischen an einem guten Glas Wein zu erfreuen und diese Freude und die Geschichten drumherum zu teilen, halte ich nicht nur f\u00fcr nicht falsch, sondern f\u00fcr zwingend notwendig. Ohne Ablenkungen ist der Dauerkrisenmodus nicht lange durchzuhalten, und ich denke, es ist niemandem geholfen, wenn wir unser Leben nicht mehr im Rahmen des m\u00f6glichen gut weiterf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst halte unseren Betrieb am Laufen, versuche unsere Arbeit und unsere Weine zu pr\u00e4sentieren, kann deshalb meine Steuern zahlen und f\u00fcr verschiedene Hilfsaktionen spenden. Die Ukraine wird noch sehr lange unsere Unterst\u00fctzung brauchen, und die kann ich pers\u00f6nlich, aber auch unser Staat nur leisten, wenn wir auch auf uns schauen (was nat\u00fcrlich auch bedeutet, dass wir sp\u00e4testens jetzt weg von der Gas-Abh\u00e4ngigkeit m\u00fcssen).<\/p>\n\n\n\n<p>Wie meine pers\u00f6nliche Hilfeleistung aussieht, kommuniziere ich in den meisten F\u00e4llen nicht in gr\u00f6\u00dferem Rahmen. F\u00fcr mich ist das privat und deshalb trenne es gerne von meiner &#8222;Wein-\u00d6ffentlichkeit&#8220;. Das bedeutet nat\u00fcrlich nicht, dass Spendenaufrufe und Wein-Charities etwas schlechtes w\u00e4ren (f\u00fcr die Kollegen an der Ahr habe ich mich ja auch gerne daran beteiligt und das <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=7579\">kommuniziert<\/a>). Am Ende z\u00e4hlt jeder Euro, der zusammen- und jetzt und in Zukunft den Menschen in der Ukraine zugutekommt.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Nachbarschaft herrscht Krieg. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, ihnen gilt mein ganzes Mitgef\u00fchl und meine Unterst\u00fctzung im Rahmen meiner M\u00f6glichkeiten. 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