{"id":76,"date":"2008-06-22T10:26:21","date_gmt":"2008-06-22T09:26:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=76"},"modified":"2008-06-22T10:26:21","modified_gmt":"2008-06-22T09:26:21","slug":"wacheln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=76","title":{"rendered":"Wacheln"},"content":{"rendered":"<p>In der (M\u00f6rbischer) Mundart bedeutet &#8222;<em>Wacheln<\/em>&#8220; eigentlich &#8222;aufgeregt winken&#8220; oder auch &#8222;flattern&#8220;. Seit den 1970er-Jahren wird der Begriff aber auch f\u00fcr die Arbeit mit dem Stockr\u00e4umger\u00e4t verwendet, das dazu dient, einen etwa 60 bis 80 cm breiten Bodenstreifen unter den Rebst\u00f6cken weitgehend unkrautfrei zu halten.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/stockraumgerat1.JPG' alt='Stockr\u00e4umger\u00e4t' \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir zwischen den Rebzeilen je nach Witterung mehr oder weniger Begr\u00fcnung dulden, tolerieren wir unter den Reben <del datetime=\"2008-06-21T21:41:35+00:00\">kein Unkraut<\/del> keine Beikr\u00e4uter, weil sie nicht nur Wasser verbrauchen, sondern auch das Risiko f\u00fcr Pilzerkrankungen erh\u00f6hen indem sie Durchl\u00fcftung verschlechtern und mit ihrer Verdunstung f\u00fcr eine h\u00f6here Luftfeuchte im Nahbereich der Reben sorgen.<\/p>\n<p>Erfolgt die Unkrautbek\u00e4mpfung mechanisch, ist es alle paar Wochen notwendig, den Boden zu lockern, um Ackerwinde, Melde und Co. in einem empfindlichen Stadium zu erwischen. Vor der Arbeit mit dem Stockr\u00e4umger\u00e4t sieht das dann zum Beispiel so aus:<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/zweigelt-hofwiesort.JPG' alt='Unkrautbewuchs im Unterstockbereich' \/><\/p>\n<p>Das Stockr\u00e4umger\u00e4t schneidet die Unkrautwurzeln wie ein Messer einige Zentimeter unter der Oberfl\u00e4che ab und hebt wie bei der Handarbeit mit einer Haue den Boden leicht an. Dazu wird es hydraulisch (hier zu Demonstrationszwecken oberirdisch) zwischen den Rebst\u00f6cken ausgeklappt:<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/stockraumgerat2.JPG' alt='Das Stockr\u00e4umger\u00e4t ausgefahren' \/><\/p>\n<p>Um eine Verletzung der Rebst\u00f6cke zu vermeiden wird es bei den St\u00e4mmen automatisch oder (wie in unserem Fall) von Hand ausgel\u00f6st eingeklappt:<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/stockraumgerat3.JPG' alt='Das Stockr\u00e4umger\u00e4t beim Einklappen' \/><\/p>\n<p>Unmittelbar nach der Bearbeitung der Rebzeile von beiden Seiten sieht das Resultat folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/stockraumgerat4.JPG' alt='Nach der Unterstockbearbeitung' \/><\/p>\n<p>Wenn man den Zeitpunkt (d.h. die Bodenfeuchte und die Wuchsh\u00f6he des Unkrautes) richtig erwischt, und es einige Zeit nach dem <em>Wacheln<\/em> nicht regnet, schafft man es auf diese Art und Weise, den Bewuchs in Schach zu halten. <\/p>\n<p>Vor allem im Nahbereich des Stammes \u00fcberleben aber zwangsl\u00e4ufig immer einige Pfl\u00e4nzchen, die vom Fr\u00fchjahr bis zum Herbst zu recht ansehnlichen Dimensionen heranwachsen k\u00f6nnen. Je nach Intensit\u00e4t der Bewirtschaftung werden sie entweder mehr oder weniger konsequent von Hand entfernt oder toleriert.<\/p>\n<p>Die Arbeit mit dem Stockr\u00e4umger\u00e4t erfordert sehr viel Konzentration. Besonders dann, wenn man wie wir (und auch die meisten Kollegen in M\u00f6rbisch) den automatischen Ausl\u00f6sern mi\u00dftraut und das Klappmesser mit einem Hebel von Hand steuert. An einem langen Arbeitstag auf dem Traktor passiert es da schon gelegentlich, dass das Stockr\u00e4umger\u00e4t zum StockR\u00c4UMger\u00e4t wird&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der (M\u00f6rbischer) Mundart bedeutet &#8222;Wacheln&#8220; eigentlich &#8222;aufgeregt winken&#8220; oder auch &#8222;flattern&#8220;. Seit den 1970er-Jahren wird der Begriff aber auch f\u00fcr die Arbeit mit dem Stockr\u00e4umger\u00e4t verwendet, das dazu dient, einen etwa 60 bis 80 cm breiten Bodenstreifen unter den Rebst\u00f6cken weitgehend unkrautfrei zu halten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-76","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-weingarten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=76"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=76"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=76"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=76"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}