{"id":74,"date":"2006-09-18T23:08:32","date_gmt":"2006-09-18T21:08:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=74"},"modified":"2006-09-19T11:43:37","modified_gmt":"2006-09-19T09:43:37","slug":"aussagekraft-sensorischer-urteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=74","title":{"rendered":"Aussagekraft sensorischer Urteile&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;nennt <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schneider-oenologie.com\/deutsch\/index.htm\">Volker Schneider<\/a> den f\u00fcnften Teil seiner Artikelserie zum Thema Sensorik im \u00f6sterreichischen Fachmagazin &#8222;<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.agrarverlag.at\/wein\/1410.html\">Der Winzer<\/a>&#8222;. Einmal mehr hebt der selbst\u00e4ndige deutsche Oenologe damit das ansonsten eher bescheidene Niveau der Verbandszeitung des \u00f6sterreichischen Bundesweinbauverbandes.<!--more--><\/p>\n<p>Schneider beschreibt ausf\u00fchrlich die Schwierigkeiten der Weinsensorik und die M\u00f6glichkeiten, wie man diesen Schwierigkeiten mit einer intensiven Schulung und Analyse der F\u00e4higkeiten der einzelnen Verkoster und einer ausgekl\u00fcgelten statistischen Auswertung begegnen kann. Seine Aussagen gipfeln in dem Satz: <em>&#8222;Man kann ohne \u00dcbertreibung sagen, da\u00df die Sensorik mit der Statistik lebt oder stirbt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Besonders schwierig, wenn nicht gar unm\u00f6glich, ist seiner Meinung nach die Beurteilung von Qualit\u00e4t, <em>denn Qualit\u00e4t ist und bleibt eine subjektive Auffassung.<\/em><\/p>\n<p><em>Weine werden nicht zu internationalen Spitzenweinen, weil die Qualit\u00e4t pl\u00f6tzlich objektivierbar geworden ist, sondern weil sie von einschl\u00e4gigen Meinungsbildnern dazu gemacht werden. Obwohl Einzelbewertungen von zweifelhaftem Wert sind, wird Qualit\u00e4t durch die Autorit\u00e4t einer einzelnen Person legitimiert. Der Punktefetischismus dient als Instrument.  Wer Spitzenwinzer werden will, mu\u00df Weinp\u00e4pste f\u00fcr sich und seine Weine emotional als auch finanziell vereinnahmen.<\/em><\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang schreibt Schneider auch \u00fcber die Problematik der Punktebewertung. Seiner Meinung nach <em>kommt die Verwendung von Punkten dem nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnis des Menschen entgegen, komplexe Zusammenh\u00e4nge auf einfache Zahlenwerte zu reduzieren<\/em>, auch wenn unterschiedliche Verkoster die gleiche Skala oft ganz unterschiedlich interpretieren.<\/p>\n<p><em>Die unterschiedliche Verwendung von Punktskalen ist nur eine Frage, welche \u00fcber ein vorgelagertes und viel gr\u00f6\u00dferes Problem hinwegt\u00e4uschen kann: das der Definition von Qualit\u00e4t. Da Qualit\u00e4t nicht objektiv me\u00dfbar ist, kann sie kein Gegenstand von Abhandlungen zur Sensorik werden, sonder bestenfalls zum Thema nie enden wollender Streitfragen.<\/em><\/p>\n<p>Anmerkung: Bei den<em> kursiv<\/em> geschriebenen Textteilen handelt es sich um w\u00f6rtliche Zitate aus dem Artikel von Volker Schneider. Aus Platz- und Verst\u00e4ndnisgr\u00fcnden wurde deren Reihenfolge zum Teil von mir ge\u00e4ndert. Ich bitte um Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;nennt Volker Schneider den f\u00fcnften Teil seiner Artikelserie zum Thema Sensorik im \u00f6sterreichischen Fachmagazin &#8222;Der Winzer&#8222;. 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