{"id":695,"date":"2008-10-20T22:24:33","date_gmt":"2008-10-20T21:24:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=695"},"modified":"2008-10-20T22:27:26","modified_gmt":"2008-10-20T21:27:26","slug":"tu-felix-austria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=695","title":{"rendered":"Tu felix Austria&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Wie manche vielleicht wissen, bin ich nebenbei auch als Wein-Vortragender t\u00e4tig, und dieser Umstand scheint das \u00f6sterreichische Sozialversicherungssystem hoffnungslos zu \u00fcberfordern. Seit Jahren versuche ich herauszufinden, wem ich wann und wieviel an Beitr\u00e4gen f\u00fcr Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung abliefern <del datetime=\"2008-10-20T20:21:26+00:00\">mu\u00df<\/del> darf &#8211; ohne Erfolg.<\/p>\n<p>Weder mein Arbeitgeber noch dessen Steuerberatungskanzlei oder die beiden in Frage kommenden Institutionen &#8222;Gebietskrankenkasse&#8220; und &#8222;Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft&#8220; waren bisher in der Lage, meinen Fall richtig einzuordnen. Und da das Halten von Seminaren keine landwirtschaftliche Nebent\u00e4tigkeit im engeren Sinne ist, f\u00fchlt sich auch die Sozialversicherungsanstalt der Bauern f\u00fcr diesen Teil meiner Aktivit\u00e4ten nicht zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Um dieses l\u00e4stige Problem vom Tisch zu haben (das in Form von saftigen Nachzahlungen wie ein Damoklesschwert \u00fcber mir h\u00e4ngt), war ich vor ein paar Jahren sogar schon nahe dran, ein eigenes Gewerbe anzumelden, nur um damit eindeutig in die Zust\u00e4ndigkeit der &#8222;Gewerbekrankenkasse&#8220; zu fallen. <\/p>\n<p>Wie sich damals herausgestellt hat, lohnt sich dieser Aufwand aber einfach nicht, und so blieb mir der j\u00e4hrliche \u00dcberraschungseffekt, welcher Sozialversicherungsanstalt das Finanzamt die Daten meiner Einkommensteuererkl\u00e4rung wohl \u00fcbermitteln wird und was danach folgt erhalten.<\/p>\n<p>Heuer war es wieder einmal die gewerbliche Krankenkasse, und die erkl\u00e4rte sich (wieder einmal) nach einer eingehenden Begutachtung meines Falles f\u00fcr nicht zust\u00e4ndig. Also wurde mir mitgeteilt, dass meine Daten der Gebietskrankenkasse \u00fcbermittelt werden und prompt erhielt ich auch Monate sp\u00e4ter von dieser Post.<\/p>\n<p>Seit zwei Stunden br\u00fcte ich nun schon \u00fcber jenen 15 Fragen der Burgenl\u00e4ndischen Gebietskrankenkasse, die dem zust\u00e4ndigen Sachbearbeiter die Entscheidung erm\u00f6glichen sollen, ob und welche Beitr\u00e4ge er mir abverlangen kann. <\/p>\n<p>Bei Fragen, wie z.B. welche Betriebsmittel ich zur Aus\u00fcbung meiner Vortragst\u00e4tigkeit ben\u00f6tige und wem diese geh\u00f6ren schweifen meine Gedanken aber immer wieder ab:<\/p>\n<p>Kann es wirklich wahr sein, dass im 21. Jahrhundert die Frage, in wessen Eigentum sich ein Overhead-Projektor befindet dar\u00fcber entscheidet, ob man als Selbst\u00e4ndiger oder als Angestellter beurteilt wird?<\/p>\n<p>Und stimmt es wirklich, dass diese Beurteilung auch heute noch die Grundlage daf\u00fcr ist, ob man nur selbst oder auch der Arbeitgeber und welche Prozent- und Zehntelprozentpunkte man f\u00fcr seine soziale Absicherung einzahlen mu\u00df?<\/p>\n<p>Ist es wirklich zu glauben, dass ein Akt durch so viele H\u00e4nde und sein Inhalt durch so viele Gehirne geht, bis der Verwaltungsaufwand die Betragsh\u00f6he bei weitem \u00fcbersteigt?<\/p>\n<p>Welch gl\u00fcckliches Land, das sich anno 2008 solche Strukturen leisten kann. Und welch armseliges Land, das es auch tats\u00e4chlich tut&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie manche vielleicht wissen, bin ich nebenbei auch als Wein-Vortragender t\u00e4tig, und dieser Umstand scheint das \u00f6sterreichische Sozialversicherungssystem hoffnungslos zu \u00fcberfordern. Seit Jahren versuche ich herauszufinden, wem ich wann und wieviel an Beitr\u00e4gen f\u00fcr Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung abliefern mu\u00df darf &#8211; ohne Erfolg. 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