{"id":681,"date":"2008-10-07T19:35:13","date_gmt":"2008-10-07T18:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=681"},"modified":"2008-10-07T19:35:13","modified_gmt":"2008-10-07T18:35:13","slug":"zeitlupenlese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=681","title":{"rendered":"Zeitlupenlese"},"content":{"rendered":"<p>Gestern und heute stand der Cabernet Sauvignon auf dem Ernteprogramm, und <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=90\">wie schon 2006 <\/a> (lustigerweise exakt am gleichen Tag) waren wir auch heuer mit einem massiven Auftreten von <a href=\"http:\/\/www.rebschutzdienst.at\/Krankh_Schaedlinge\/Kr_Sch_Beschr_Bilder\/34_Stiellaehme\/Stiellaehme.htm\">Stiell\u00e4hme<\/a> konfrontiert.<\/p>\n<p>Diese physiologischen Erkrankung wird vermutlich durch ein Ungleichgewicht der N\u00e4hrstoffe im Boden ausgel\u00f6st, wobei aber auch Zeitpunkt und Menge der Niederschl\u00e4ge sowie Unterlagsrebe und Bodenbearbeitung eine Rolle spielen d\u00fcrften. Trotz zahlreicher Gegenma\u00dfnahmen wie z.B. Blattd\u00fcngung mit Magnesium zeigt der Cabernet (nicht nur bei uns) vor allem in relativ feuchten Jahren immer wieder starke Symptome.<\/p>\n<p>Dabei vertrocknet bei einzelnen Trauben oder Traubenteilen w\u00e4hrend des Reifeverlaufes der Stiel und die Beeren k\u00f6nnen sich nicht weiterentwickeln. Jene Trauben, die fr\u00fch befallen werden, sind leicht zu erkennen, aber es gibt auch solche, die relativ sp\u00e4t die Reife einstellen und guten Trauben sehr \u00e4hnlich sind. Die sind fast nur durch ein Verkosten der Beeren zu erkennen.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/cabernet-lese-2008-1.jpg' alt='Reife Cabernet-Traube mit Stiell\u00e4hmebefall der unteren H\u00e4lfte' \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Um sicherzustellen, dass so wenige schlaffe, saure und ausdruckslose Beeren wie menschenm\u00f6glich in unsere Cabernet-Maische gelangen, sind wir schon vor neun Jahren dazu \u00fcbergegangen, die Cabernet-Trauben in Stiell\u00e4hmejahrg\u00e4ngen besonders sorgsam zu ernten.<\/p>\n<p>Anders als sonst lesen wir sie in K\u00fcbel, die kleinere und leichter transportierbare Traubenmengen beinhalten als unsere gewohnten und bew\u00e4hrten Kunststoff-Scheibtruhen. Anschlie\u00dfend werden sie vorsichtig auf einen improvisierten Sortiertisch auf unserem Erntewagen entleert.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/cabernet-lese-2008-2.jpg' alt='Der Sortiertisch auf dem Erntewagen' \/><\/p>\n<p>Dort ist das Sortieren und Teilen von Trauben sowie das Herausschneiden von einzelnen schlaffen Beeren wesentlich leichter und genauer m\u00f6glich, als bei der Lese selbst.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/cabernet-lese-2008-3.jpg' alt='Die Arbeit am Sortiertisch' \/><\/p>\n<p>Die Ernte wird dadurch nat\u00fcrlich einigerma\u00dfen gebremst, und beim Sortieren mancher Trauben braucht man nicht nur viel Zeit, sondern (beinahe) auch eine Lupe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern und heute stand der Cabernet Sauvignon auf dem Ernteprogramm, und wie schon 2006 (lustigerweise exakt am gleichen Tag) waren wir auch heuer mit einem massiven Auftreten von Stiell\u00e4hme konfrontiert. 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