{"id":6323,"date":"2015-11-04T19:39:44","date_gmt":"2015-11-04T18:39:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=6323"},"modified":"2015-11-04T19:39:44","modified_gmt":"2015-11-04T18:39:44","slug":"weinanalytik-im-nutellaglas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=6323","title":{"rendered":"Weinanalytik im Nutellaglas"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6324\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/S\u00e4ureabbaukontrolle-komprimiert.jpg\" alt=\"S\u00e4ureabbaukontrolle\" width=\"508\" height=\"371\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/S\u00e4ureabbaukontrolle-komprimiert.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/S\u00e4ureabbaukontrolle-komprimiert-300x219.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Seit mehr als 20 Jahren f\u00fchre ich f\u00fcr unseren Weinbauverein Analysen zur Kontrolle des <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=131\">biologischen S\u00e4ureabbaues<\/a> durch. Im Oktober und November bringen beinahe t\u00e4glich\u00a0Kollegen Weine zur Untersuchung.<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr Betriebe wie uns, die nicht den ganzen Raum, sondern Fass f\u00fcr Fass temperieren, ist es wichtig, das Ende des S\u00e4ureabbaues so rasch wie m\u00f6glich festzustellen. Das erspart dem Wein unn\u00f6tig lange Temperaturen von 20 bis 22 Grad und macht die Heizst\u00e4be rascher frei f\u00fcr den n\u00e4chsten Beh\u00e4lter.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Schon wenige Tropfen des Weines gen\u00fcgen, um mittels <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D%C3%BCnnschichtchromatographie\">D\u00fcnnschichtchromatographie<\/a> die verschiedenen darin enthaltenen S\u00e4uren\u00a0aufzutrennen und sichtbar zu machen.<\/p>\n<p>Der Wein wird auf eine spezielle, mit Zellulosefasern beschichtete Folie aufgetragen, die anschlie\u00dfend in ein Gef\u00e4\u00df gestellt wird, dessen Boden mit einer speziellen Chemikalie bedeckt ist.\u00a0 Bei mir passiert das in einem Nutellaglas, und im Bild kann man sch\u00f6n die sechs parallel untersuchten Weine an den Rotweinfarbflecken erkennen.<\/p>\n<p>Innerhalb einer Stunde\u00a0wird die Chemikalie von der Zellulose bis nach oben gesaugt und reagiert auf ihrem Weg mit den verschiedenen S\u00e4uren im Wein unterschiedlich stark. Die Weins\u00e4ure nimmt sie kaum mit auf ihre Reise, die \u00c4pfels\u00e4ure etwa bis zur Mitte und die Milchs\u00e4ure ziemlich weit nach oben.<\/p>\n<p>F\u00e4rbt man das Chromatogramm nach einer entsprechenden Trocknungsphase mit Indikatorl\u00f6sung ein, kann man die S\u00e4uren als gelbe Flecken auf blauem Hintergrund erkennen.\u00a0Und je nach\u00a0Stellung und Intensit\u00e4t der Flecken\u00a0kann man mit etwas Erfahrung sagen, ob ein S\u00e4ureabbau begonnen hat, schon in Gang, oder bereits abgeschlossen ist.<\/p>\n<p>Die mittleren beiden Weine auf meinem Foto zum Beispiel haben noch keinen biologischen S\u00e4ureabbau oder stehen h\u00f6chstens am Beginn. Die Flecken ganz oben, die\u00a0\u00fcberwiegend von Milchs\u00e4ure verursacht werden, sind ziemlich schwach, und die \u00c4pfels\u00e4ureflecken in der Mitte sind sehr stark ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die rechten zwei Weine hingegen sind schon fertig. Auf H\u00f6he der \u00c4pfels\u00e4ure ist keine nennenswerte Gelbf\u00e4rbung mehr zu erkennen und ganz oben ist die Milchs\u00e4ure deutlich wahrnehmbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehr als 20 Jahren f\u00fchre ich f\u00fcr unseren Weinbauverein Analysen zur Kontrolle des biologischen S\u00e4ureabbaues durch. Im Oktober und November bringen beinahe t\u00e4glich\u00a0Kollegen Weine zur Untersuchung. 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