{"id":6080,"date":"2015-02-15T07:14:26","date_gmt":"2015-02-15T06:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=6080"},"modified":"2015-02-15T07:14:26","modified_gmt":"2015-02-15T06:14:26","slug":"chefsache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=6080","title":{"rendered":"Chefsache"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6081\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Rebschnitt-aufgehellt-und-komprimiert.jpg\" alt=\"Rebschnitt aufgehellt und komprimiert\" width=\"508\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Rebschnitt-aufgehellt-und-komprimiert.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Rebschnitt-aufgehellt-und-komprimiert-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend viele Betriebe den Rebschnitt von ungelernten Hilfsarbeitern ausf\u00fchren lassen oder sogar an Fremdfirmen &#8222;outgesourct&#8220; haben, ist die erste Arbeit im Weinjahr (so wie die allermeisten folgenden) bei uns immer noch Chefsache.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck schaffen wir (d.h. derzeit \u00fcberwiegend mein Vater) es, alle unsere Reben selbst zu schneiden. Denn auch wenn es f\u00fcr den Laien nicht so aussehen mag, tr\u00e4gt handwerkliches Know-How und Genauigkeit beim Rebschnitt wesentlich bessere Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Sauber geschnittene (und danach gebundene) Reben treiben im Fr\u00fchjahr gleichm\u00e4\u00dfiger aus. Die jungen Triebe (und sp\u00e4ter auch ihre Trauben) sind besser verteilt, erhalten mehr Sonne und trocknen nach Regen rascher ab.<\/p>\n<p>Nimmt man\u00a0beim Schneiden auf den Boden, die Sorte und die Entwicklung eines Weingartens im Vorjahr R\u00fccksicht, findet man die beste Balance zwischen Wachstum und Ertrag. Solcherart ausgeglichene Reben k\u00f6nnen besser mit Wetterextremen umgehen.<\/p>\n<p>Ein individueller\u00a0Schnitt, der die besondere Situation der einzelnen St\u00f6cke ber\u00fccksichtigt, bewahrt geschw\u00e4chte Pflanzen vor \u00dcberlastung und sorgt damit f\u00fcr eine gleichm\u00e4\u00dfigere Traubenreife und -qualit\u00e4t im gesamten Weingarten.<\/p>\n<p>Kompetente Arbeiter erkennen die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzholzkrankheit\">Schwarzholzkrankheit<\/a> oder <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Esca_(Weinbau)\">Esca<\/a> beim Schneiden und versuchen mit oft gutem Erfolg die Rebst\u00f6cke zu verj\u00fcngen, bevor sie daran absterben.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich beeinflu\u00dft der Schnitt nat\u00fcrlich ma\u00dfgeblich die Lebensdauer eines Weingartens. Ohne sogf\u00e4ltige Arbeit b\u00fc\u00dfen die Reben schon nach zwei, drei Jahrzehnten ihre Vitalit\u00e4t ein, anstatt gerade dann die besten Trauben zu liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend viele Betriebe den Rebschnitt von ungelernten Hilfsarbeitern ausf\u00fchren lassen oder sogar an Fremdfirmen &#8222;outgesourct&#8220; haben, ist die erste Arbeit im Weinjahr (so wie die allermeisten folgenden) bei uns immer noch Chefsache. Zum Gl\u00fcck schaffen wir (d.h. derzeit \u00fcberwiegend mein Vater) es, alle unsere Reben selbst zu schneiden. 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