{"id":5985,"date":"2014-11-16T19:53:43","date_gmt":"2014-11-16T18:53:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5985"},"modified":"2014-11-16T19:53:43","modified_gmt":"2014-11-16T18:53:43","slug":"kellerpartie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5985","title":{"rendered":"Kellerpartie"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5986\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Vati-mit-Heber-1-komprimiert.jpg\" alt=\"Vati mit Heber 1 komprimiert\" width=\"508\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Vati-mit-Heber-1-komprimiert.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Vati-mit-Heber-1-komprimiert-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Auch wenn wir heutzutage noch gelegentlich unsere Jungweine mit dem einen oder anderen Weinbauernkollegen verkosten, der alte Brauch der &#8222;Kellerpartie&#8220; ist leider l\u00e4ngst ausgestorben.<\/p>\n<p>Bis in die 70er- und vielleicht auch 80er-Jahre war es \u00fcblich, im Sp\u00e4therbst und Winter in Freundesgruppen gegenseitig die Weine des neuen Jahrgangs im Keller direkt aus dem Fass zu verkosten und zu diskutieren. Und je sp\u00e4ter der Abend, umso eher ging das Verkosten dann auch in ein geselliges Trinken \u00fcber.<\/p>\n<p>Aus diese Zeit stammt eine M\u00f6rbischer Anekdote, die, wenn sie sich nicht tats\u00e4chlich so zugetragen hat, zumindest gut erfunden\u00a0wurde:<\/p>\n<p><!--more-->Eines Tages lud sich eine Gruppe trinkfester junger M\u00e4nner auf \u00e4u\u00dferst geschickte Weise beim geizigsten Weinbauern des Ortes zu einer Kellerpartie ein. Der war zwar gar nicht begeistert, konnte oder wollte in dieser Situation aber nicht nein sagen und f\u00fchrte die Burschen in seinen Keller.<\/p>\n<p>Dort probierten sie Fass f\u00fcr Fass und nach dem Verkosten des letzten begannen sie wieder von vorne. Ihr Durst schien keine Grenzen zu kennen.\u00a0Probe um Probe forderten sie\u00a0von dem geizigen Weinbauern, bis diesem eine M\u00f6glichkeit einfiel, wie er die durstigen Burschen loswerden k\u00f6nnte, ohne unh\u00f6flich zu sein.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn die so weitertrinken kostet mich das mehr als der gl\u00e4serne Weinheber wert ist&#8220;, dachte er und zerbrach beim n\u00e4chsten Fass absichtlich seinen Heber, um keine weiteren Proben mehr ziehen zu k\u00f6nnen. Wie erhofft, zogen die Burschen daraufhin mangels Nachschub recht bald ab.<\/p>\n<p>Einige Wochen sp\u00e4ter dr\u00e4ngten sie allerdings erneut in seinen Keller um den Reifefortschritt der Weine zu beobachten, wie sie sagten. Weil der Weinbauer aber mittlerweile \u00fcber die Trinkfestigkeit der Burschen Bescheid wu\u00dfte, zerbrach er seinen neuen Weinheber diesmal schon deutlich fr\u00fcher, um seine Weinvorr\u00e4te zu schonen und die Bande rasch loszuwerden.<\/p>\n<p>Bl\u00f6d nur, dass die jungen M\u00e4nner seinen Trick durchschaut hatten und einer von ihnen &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; einen kleinen Weinheber aus seinem Stiefel zog, um dem Weinbauern &#8222;auszuhelfen&#8220;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn wir heutzutage noch gelegentlich unsere Jungweine mit dem einen oder anderen Weinbauernkollegen verkosten, der alte Brauch der &#8222;Kellerpartie&#8220; ist leider l\u00e4ngst ausgestorben. 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