{"id":5688,"date":"2014-02-16T20:50:58","date_gmt":"2014-02-16T19:50:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5688"},"modified":"2014-02-16T20:50:58","modified_gmt":"2014-02-16T19:50:58","slug":"unklar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5688","title":{"rendered":"Unklar"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1945\" style=\"border: 0px currentColor;\" title=\"Auslese 2009: Vorher - Nachher\" alt=\"\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Romicon2.jpg\" width=\"508\" height=\"339\" \/><\/p>\n<p>Hochgradige Pr\u00e4dikatsweine g\u00e4ren meist eher langsam, da\u00a0es ihr enormer Zuckergehalt und der\u00a0bei der G\u00e4rung entstehende Alkohol den Weinhefen nicht leicht machen zu \u00fcberleben. Nach diesem Ma\u00dfstab war der Hefestamm der in unserer <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5608\">Beerenauslese<\/a> gearbeitet hat vergleichsweise robust.<\/p>\n<p>Nicht nur, dass die G\u00e4rung flott \u00fcber die B\u00fchne ging, sie wollte auch trotz sensorisch deutlich merkbarem Alkoholgehalt (von dem ich noch keinen Analysenwert habe) nicht so einfach von selbst enden, wie das bei derartigen Weinen meist eher zu fr\u00fch als zu sp\u00e4t der Fall ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Erst ein mehrw\u00f6chiger Aufenthalt des Beerenauslese-Fasses in der J\u00e4nnerk\u00e4lte hat den Hefen dann endg\u00fcltig den Garaus gemacht und mittlerweile lagert der Wein stabil mit einem\u00a0ausgeglichenen S\u00fc\u00dfe-S\u00e4ure-Alkoholverh\u00e4ltnis wieder im Keller.<\/p>\n<p>Von den gr\u00f6bsten Trubstoffen habe ich ihn auch schon befreit, aber anders als bei &#8222;normalen&#8220; Weinen sinken die feinen Schwebeteilchen bei derartig dickfl\u00fcssigen Pr\u00e4dikaten kaum von selbst zu Boden.\u00a0Um den Wein optisch sch\u00f6n\u00a0und vor allem\u00a0stabil in die Flasche zu bringen, l\u00e4\u00dft sich eine Filtration also nicht vermeiden. Auch wenn sie gerade bei solchen Tropfen besonders schwierig ist.<\/p>\n<p>Die einfachste Methode, bei der auch am wenigsten von dem raren Wein verloren geht, ist die Crossflow-Filtration, die ich <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1944\">hier<\/a> schon einmal beschrieben habe. Anders als damals geht es diesmal aber nur um 180 Liter, und der \u00fcberregional t\u00e4tige Lohnunternehmer ziert sich noch ein wenig, weil die Saison f\u00fcr die Wei\u00dfweinpr\u00e4dikatsfiltration eigentlich schon vorbei ist, und seine Ger\u00e4te alle irgendwo mit Rotwein besch\u00e4ftigt sind.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5669\">Kieselgurfiltration<\/a> k\u00f6nnte ich (mit einem Gemeinschaftsger\u00e4t) zwar selbst durchf\u00fchren, aber neben der Erfahrung fehlt mir vor allem die Menge, um den Filter \u00fcberhaupt sinnvoll in Betrieb nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bleibt noch der gute alte Schichtenfilter, mit dem ich an und f\u00fcr sich recht gerne arbeite. Weil aber zweifellos mehrere Etappen notwendig w\u00e4ren, um einen derart tr\u00fcben und dickfl\u00fcssigen Wein damit strahlend klar zu bekommen, ist mit entsprechend viel Verlust zu rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hochgradige Pr\u00e4dikatsweine g\u00e4ren meist eher langsam, da\u00a0es ihr enormer Zuckergehalt und der\u00a0bei der G\u00e4rung entstehende Alkohol den Weinhefen nicht leicht machen zu \u00fcberleben. Nach diesem Ma\u00dfstab war der Hefestamm der in unserer Beerenauslese gearbeitet hat vergleichsweise robust. 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