{"id":5216,"date":"2013-03-22T22:50:48","date_gmt":"2013-03-22T21:50:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5216"},"modified":"2013-03-22T22:50:48","modified_gmt":"2013-03-22T21:50:48","slug":"ich-kann-es-nicht-mehr-horen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5216","title":{"rendered":"Ich kann es nicht mehr h\u00f6ren!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5222\" style=\"border: 0px none;\" title=\"Foto: \u00d6WM\/Wirz\" alt=\"\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Wei\u00dfweinglas-\u00d6WM-Wirz-bearbeitet.jpg\" width=\"508\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Wei\u00dfweinglas-\u00d6WM-Wirz-bearbeitet.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Wei\u00dfweinglas-\u00d6WM-Wirz-bearbeitet-300x236.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Vor einigen Jahren durfte ich meine Weine bei einer Veranstaltung in Wien pr\u00e4sentieren und stellte angesichts der limitierten Anzahl ganz parit\u00e4tisch je zwei trockene Wei\u00dfweine, zwei Rote und einen S\u00fc\u00dfwein vor. Als eine Dame die Wei\u00dfen erblickte, zeigte sie sie sich mehr als verwundert und fragte erstaunt: &#8222;Sie haben auch Wei\u00dfweine im Burgenland?&#8220;. Ich bejahte das selbstverst\u00e4ndlich (ebenso verwundert \u00fcber ihre Frage), worauf sie ernsthaft meinte: &#8222;Seit wann?&#8220;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist so etwas selten und harmlos, weil &#8222;normale&#8220; Weinkonsumenten nicht verpflichtet sind, sich (wom\u00f6glich auch noch gegen den Medienmainstream) Weinkenntnisse anzueignen. \u00c4rgerlich wird es allerdings, wenn Weininteressierte oder gar Berufskollegen aus anderen Regionen uns burgenl\u00e4ndischen Weinbauern zwar nicht den Wei\u00dfwein generell, aber relativ h\u00e4ufig die Rebsorte Gr\u00fcner Veltliner absprechen wollen.<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcne ist eine nieder\u00f6sterreichische Sorte t\u00f6nt es gar nicht so selten. Er geh\u00f6rt nicht ins Burgenland und hat dort auch keinerlei Tradition. Und au\u00dferdem schmeckt er von dort nicht&#8230;<\/p>\n<p>Ich kann es nicht mehr h\u00f6ren!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5219\" title=\"Quelle: \u00f6sterreichwein.at\" alt=\"\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Sortenstatistik1.jpg\" width=\"508\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Sortenstatistik1.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Sortenstatistik1-300x162.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Trotz deutlichem Fl\u00e4chenr\u00fcckgang war der Gr\u00fcne Veltliner 2009 (j\u00fcngere Zahlen stehen mir leider nicht zur Verf\u00fcgung, aber dem allgemeinen Trend folgend d\u00fcrfte sich die Fl\u00e4che halbwegs stabilisiert haben) immer noch die meistangepflanzte burgenl\u00e4ndische Wei\u00dfweinsorte. Mit fast 1500 Hektar (d.h. 11% der Gesamtfl\u00e4che) gibt es bei uns rund 3,5 Mal soviel Veltliner wie im Traisental, doppelt so viel wie in der Wachau, mehr als im Kremstal oder am Wagram und nicht sehr viel weniger als im Kamptal.<\/p>\n<p>Dabei ist er (bei aller Fl\u00e4chenzunahme in den 1960ern und 70ern, wie \u00fcbrigens auch in Nieder\u00f6sterreich) keineswegs neu, sondern schon in hundertj\u00e4hrigen und \u00e4lteren Aufzeichnungen &#8211; mitunter unter dem Mundart-Synonym Gr\u00fcner Muskateller &#8211; zu finden. Und sein f\u00fcr ausgestorben gehaltener zweiter Elternteil wurde vor ein paar Jahren ausgerechnet bei Eisenstadt <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1629\">wiederentdeckt<\/a>.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich landet der Gr\u00fcne Veltliner im Burgenland h\u00e4ufig in einfachsten Alltagsweinen, im G\u00b4spritzen oder er findet gar als Traubensaft Verwendung. Als klassisches Arbeitspferd unter den Rebsorten tut er das aber in fast allen anderen Weinbaugebieten auch.<\/p>\n<p>Jener kleine Teil aber, der als burgenl\u00e4ndischer Qualit\u00e4tswein in der Bouteille landet, kann sich h\u00e4ufig durchaus sehen lassen. Meist als leichter, dabei aber nicht unreif wirkender Sommerwein, gelegentlich, dort wo die Lage pa\u00dft, aber auch als ausdrucksstarker Lagerwein.<\/p>\n<p>Selbst diese Weine werden aber mitunter niedergemacht, und wenn sich schon ihre Qualit\u00e4t nicht bestreiten l\u00e4\u00dft, dann zumindest als &#8222;untypisch&#8220; abqualifiziert. Dabei w\u00e4re es doch eigentlich schlimm, wenn Veltliner trotz aller Klima- und Bodenunterschiede im Burgenland genauso schmecken w\u00fcrde wie in Nieder\u00f6sterreich.<\/p>\n<p>Zumal das Aroma mancher von solchen Leuten als &#8222;typisch&#8220; angesehener Weine mehr mit Sauvignon blanc oder Scheurebe zu tun hat, als mit Gr\u00fcnem Veltliner&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Jahren durfte ich meine Weine bei einer Veranstaltung in Wien pr\u00e4sentieren und stellte angesichts der limitierten Anzahl ganz parit\u00e4tisch je zwei trockene Wei\u00dfweine, zwei Rote und einen S\u00fc\u00dfwein vor. Als eine Dame die Wei\u00dfen erblickte, zeigte sie sie sich mehr als verwundert und fragte erstaunt: &#8222;Sie haben auch Wei\u00dfweine im Burgenland?&#8220;. Ich bejahte &#8230; <a title=\"Ich kann es nicht mehr h\u00f6ren!\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5216\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Ich kann es nicht mehr h\u00f6ren!\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-5216","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sonstige-weinberichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5216","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5216"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5216\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5231,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5216\/revisions\/5231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}