{"id":5182,"date":"2013-02-24T21:27:43","date_gmt":"2013-02-24T20:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5182"},"modified":"2013-02-28T21:33:44","modified_gmt":"2013-02-28T20:33:44","slug":"weinmarketingbeitrag-neu-beschlus-verschoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5182","title":{"rendered":"Weinmarketingbeitrag neu: Beschluss verschoben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5183\" title=\"Bildquelle: \u00d6WM\" alt=\"\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/\u00d6sterreich-Karte-Fokus-Rebsorte-A1_WEB-komprimiert.jpg\" width=\"508\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/\u00d6sterreich-Karte-Fokus-Rebsorte-A1_WEB-komprimiert.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/\u00d6sterreich-Karte-Fokus-Rebsorte-A1_WEB-komprimiert-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Wie man <a href=\"http:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/PR\/JAHR_2013\/PK0057\/\">hier<\/a> nachlesen kann, wurde die Neuregelung der von den \u00f6sterreichischen Winzern an die gemeinsame Marketingorganisation zu leistenden Beitr\u00e4ge im Nationalrat vorl\u00e4ufig verschoben. M\u00f6glicherweise waren die Verhandlungen zwischen der Regierungskoalition und den Gr\u00fcnen f\u00fcr die notwendige Zweidrittelmehrheit (noch) nicht von Erfolg gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p><strong>Deutlich teurer, aber gerecht<\/strong><\/p>\n<p>Seit vielen Jahren wird die heimische Weinwerbung (in Form der <a href=\"http:\/\/www.\u00f6sterreichwein.at\">\u00d6WM<\/a>) von Bund, weinbautreibenden L\u00e4ndern und den Weinproduzenten finanziert. Letztere zahlen (schon lange unver\u00e4ndert) 55 Euro pro Hektar Weingartenfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Diese Form der Produzentenbetr\u00e4ge ist jedoch einerseits relativ aufwendig zu administrieren (angeblich verschlingt der Aufwand der daf\u00fcr zust\u00e4ndigen AMA 10% davon) und andererseits h\u00e4ufig ungerecht, wenn Trauben- und Fa\u00dfweinvermarkter Beitr\u00e4ge leisten, die Handels- und Abf\u00fcllbetriebe, die die gr\u00f6\u00dfere Wertsch\u00f6pfung erzielen aber nicht immer den richtigen Platz im System haben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nicht zuletzt deshalb soll der Marketingbeitrag im Zuge der Neuregelung auf Basis der jetzt schon verpflichtenden Weinernte- und Bestandsmeldungen\u00a0 je zur H\u00e4lfte vom demjenigen bezahlt werden, der die Trauben erntet, und zur H\u00e4lfte von dem, der den daraus gekelterten Wein auch tats\u00e4chlich als Flaschenwein auf den Markt bringt. Anders als fr\u00fcher soll nun auch die Sektvermarktung beitragspflichtig sein.<\/p>\n<p>Ganz nebenbei f\u00e4llt dabei die nicht immer ganz exakt dokumentierte Rebfl\u00e4che als Berechnungsbasis weg, und kleinere Ernten reduzieren fairerweise (und anders als heute) den Beitrag des einzelnen Winzers zur Weinwerbung.<\/p>\n<p>So weit, so gut, k\u00f6nnte man als meinen. W\u00e4re da nicht die im Zuge der Neuregelung geplante deutliche Erh\u00f6hung der Werbeabgabe. Waren es f\u00fcr Flaschenweinselbstvermarkter bislang 55 Euro pro Hektar, sollen es laut Vorabinfo der Weinbauverb\u00e4nde k\u00fcnftig bei einem Ertrag von 6000 l\/ha 132 Euro sein. Der jetzige Gesetztesentwurf (<a href=\"http:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/VHG\/XXIV\/I\/I_02114\/fname_280703.pdf\">pdf<\/a>) sieht daf\u00fcr sogar 180 Euro, also beinahe das Dreieinhalbfache vor.<\/p>\n<p>Weil vor allem der Bund seinen Finanzierungsanteil f\u00fcr die \u00d6WM deutlich reduziert hat, wird das heimische Weinwerbebudget jedoch trotzdem kaum steigen, sondern lediglich (was ich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr durchaus begr\u00fc\u00dfenswert halte) weniger vom Staat und mehr von den Produzenten selbst getragen werden.<\/p>\n<p><strong>Kleine Lockerung der Ertragsschraube<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl der gesetzliche H\u00f6chstertrag nichts mit den Marketingbeitr\u00e4gen zu tun hat (es aber wohl praktisch ist, ihn gemeinsam damit zu verhandeln, weil man daf\u00fcr auch eine Zweidrittelmehrheit im Parlament ben\u00f6tigt), soll er ebenfalls mehr oder weniger geringf\u00fcgig ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Der diesbez\u00fcgliche Entwurf bel\u00e4\u00dft die H\u00f6chstmenge f\u00fcr Wein mit Sortenangabe, Land-, Qualit\u00e4ts- und alle Pr\u00e4dikatsweine zwar grunds\u00e4tzlich unver\u00e4ndert bei 9000 kg\/ha bzw. 6750 l\/ha. Auf Antrag der nationalen Branchenvertretung soll der Landwirtschaftsminister diesen jedoch per Verordnung um bis zu 20 Prozent erh\u00f6hen (bzw. theoretisch auch verringern) k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Man wird sehen, wie das in der Praxis gehandhabt wird, wenn es denn kommt. Mehr Infos dazu <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5046\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie man hier nachlesen kann, wurde die Neuregelung der von den \u00f6sterreichischen Winzern an die gemeinsame Marketingorganisation zu leistenden Beitr\u00e4ge im Nationalrat vorl\u00e4ufig verschoben. M\u00f6glicherweise waren die Verhandlungen zwischen der Regierungskoalition und den Gr\u00fcnen f\u00fcr die notwendige Zweidrittelmehrheit (noch) nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. 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