{"id":5116,"date":"2013-01-11T21:31:47","date_gmt":"2013-01-11T20:31:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5116"},"modified":"2013-01-14T18:36:31","modified_gmt":"2013-01-14T17:36:31","slug":"lagenfragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=5116","title":{"rendered":"Lagenfragen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5122\" style=\"border: 0px;\" title=\"M\u00f6rbischer Altenberg (im Hintergrund)\" alt=\"\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Winterlandschaft-bearbeitet3.jpg\" width=\"508\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Winterlandschaft-bearbeitet3.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Winterlandschaft-bearbeitet3-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Nach der <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1013\">Entwicklung<\/a> und teilweisen <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1684\">Umsetzung<\/a> des DAC-Konzeptes und der <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1102\">EU-Weinmarktordnung<\/a>, die beide von der Idee der Herkunft als Qualit\u00e4tsmerkmal beim Wein gepr\u00e4gt sind, nimmt sich die \u00f6sterreichische Weinbaupolitik jetzt die kleinste geographische Weinherkunft, die Lage\u00a0oder Riede vor. Kaum ein Weinbautag, eine Weinbauverbandssitzung, bei der nicht darauf hingewiesen wird, wie wichtig eine klare Ordnung und Benennung in diesem Bereich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Aus burgenl\u00e4ndischer Sicht ist das nicht immer nachvollziehbar (*), aber wie es scheint, ist in den anderen Bundesl\u00e4ndern nicht immer wirklich klar definiert, wo eine bestimmte Weinbaulage beginnt, und wo sie aufh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Solange Riedenbezeichnungen auf den Etiketten eine Seltenheit waren und diese auch nur in wenigen Einzelf\u00e4llen Auswirkungen auf den Weinpreis hatten, spielte das kaum eine Rolle. Mit der Verankerung solcher Herkunftsnamen als Qualit\u00e4tsmerkmal in den K\u00f6pfen zahlungskr\u00e4ftiger Weinkonsumenten hat sich die Situation freilich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Klar definierte und benannte Lagen sind auch deshalb wichtig, weil das Weingesetz in konsequenter Umsetzung des Herkunftsgedankens ausdr\u00fccklich <em>Phantasiebezeichnungen <\/em>verbietet<em>, die geeignet sind, f\u00e4lschlich den Eindruck einer geografischen Herkunftsangabe zu erwecken, oder einen geografischen Hinweis enthalten. <\/em>Was nicht als Lage, Gro\u00dflage, Gemeinde, Weinbau- bzw. DAC-Gebiet oder Weinbauregion definiert ist, hat deshalb nichts auf Etiketten verloren.<\/p>\n<p>Bei allen Bem\u00fchungen geht es den Verantwortlichen aber ausdr\u00fccklich NICHT um eine Klassifikation im Sinne einer Reihung nach ihrer Wertigkeit. Auch meiner Meinung nach w\u00e4re ein solches Vorhaben weder sinnvoll noch auch nur halbwegs nachvollziehbar umzusetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>(*) Dieser Unterschied liegt m\u00f6glicherweise daran, dass die ungarischen Katasterbeh\u00f6rden (die bis zum Ende der \u00f6sterreichisch-ungarischen Doppelmonarchie 1918 f\u00fcr das Burgenland zust\u00e4ndig waren) wesentlich genauer und konsequenter gearbeitet haben, als die damaligen \u00f6sterreichischen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Entwicklung und teilweisen Umsetzung des DAC-Konzeptes und der EU-Weinmarktordnung, die beide von der Idee der Herkunft als Qualit\u00e4tsmerkmal beim Wein gepr\u00e4gt sind, nimmt sich die \u00f6sterreichische Weinbaupolitik jetzt die kleinste geographische Weinherkunft, die Lage\u00a0oder Riede vor. 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