{"id":435,"date":"2008-01-26T18:05:27","date_gmt":"2008-01-26T17:05:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=435"},"modified":"2008-01-26T18:10:26","modified_gmt":"2008-01-26T17:10:26","slug":"weingartenpfahle-selbst-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=435","title":{"rendered":"Weingartenpf\u00e4hle selbst gemacht"},"content":{"rendered":"<p>Wie ich <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=144\">hier<\/a> bereits einmal ausf\u00fchrlich geschildert habe, sind wir vor gut f\u00fcnfzig Jahren auf recht bemerkenswerte Weise zu einer kleinen Waldfl\u00e4che gekommen. <\/p>\n<p>Diese wird gemeinschaftlich bewirtschaftet, was bedeutet, dass wir Jahr f\u00fcr Jahr etwa 15 bis 20 B\u00e4ume zu f\u00e4llen haben. Dabei handelt es sich \u00fcberwiegend um Akazien (bzw. richtigerweise <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robinie\">Robinien<\/a>), die sich hervorragend als Pf\u00e4hle f\u00fcr das Unterst\u00fctzungsger\u00fcst unserer Weing\u00e4rten eignen. <\/p>\n<p>Aus verschiedenen Gr\u00fcnden bevorzugen wir im Unterschied zu den meisten Kollegen nach wie vor Holzpf\u00e4hle, die wir \u00fcberwiegend auch noch selbst herstellen. (Auch wenn das eine ziemlich schwere Arbeit ist.)<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-1.jpg' alt='Gerade Akazienst\u00e4mme mit einer L\u00e4nge von 2,5 Metern.' \/> <!--more--><\/p>\n<p>Zuerst schneiden wir aus unseren B\u00e4umen im Wald m\u00f6glichst gerade St\u00fccke mit einer L\u00e4nge von 2,5 Metern. Knapp 70 Zentimeter davon werden sp\u00e4ter im Erdboden dem mannshohen Drahtger\u00fcst ausreichend Halt geben.<\/p>\n<p>Die mehr oder weniger dicken St\u00fccke werden anschlie\u00dfend von Hand aufgeladen und zu einem pensionierten Fa\u00dfbinder transportiert. Der macht mit seiner alten Bands\u00e4ge zwar schon l\u00e4nger keine F\u00e4sser mehr, Holzpf\u00e4hle schneidet er aber noch, solange es seine k\u00f6rperliche Verfassung noch zul\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-2.jpg' alt='Bands\u00e4ge' \/><\/p>\n<p>Im Inneren der Bands\u00e4ge l\u00e4uft ein Endlos-S\u00e4geblatt st\u00e4ndig im Kreis. Das erm\u00f6glicht es einerseits Baumst\u00e4mme mit gro\u00dfem Durchmesser zu schneiden, und sichert andererseits eine gewisse Flexibilit\u00e4t, um mit dem Schnitt leichten Biegungen im Holz folgen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-3.jpg' alt='Bands\u00e4ge' \/><\/p>\n<p>Mit dem n\u00f6tigen Know-How kann man auf diese Weise n\u00e4mlich auch aus leicht gebogenen Baumst\u00e4mmen weitgehend gerade Pf\u00e4hle schneiden. Umgekehrt geht es nat\u00fcrlich auch, wenn der Maschinist nicht wei\u00df, was er tut&#8230;<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-4.jpg' alt='Das Schneiden der Holzpf\u00e4hle.' \/><\/p>\n<p>Im ersten Arbeitsgang werden die St\u00e4mme je nach Dicke der L\u00e4nge nach in Pf\u00e4hle geschnitten. Aus besonders dicken St\u00e4mmen werden so bis zu sechs oder sieben Weingartenpf\u00e4hle.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-6.jpg' alt='Baumstamm, gef\u00fcnftelt.' \/><\/p>\n<p>Zu Demonstrationszwecken habe ich auf diesem Bild die Teilung vor dem tats\u00e4chlichen Schnitt mit einem Stift aufgezeichnet. Geworden sind es dann tats\u00e4chlich aber sechs (und nicht die skizzierten f\u00fcnf) Pf\u00e4hle.<\/p>\n<p>Die frisch geschnittenen und noch ungespitzten Pf\u00e4hle werden zur Seite gestellt und anschlie\u00dfend in einem zweiten Arbeitsgang mit der gleichen S\u00e4ge gespitzt. <\/p>\n<p>Bei der Errichtung eines Weingartens bohren bzw. graben wir f\u00fcr die Pf\u00e4hle zwar L\u00f6cher, aber mit einer Spitze stehen sie stabiler und lassen sich zur Not auch mit dem Hammer noch etwas nachschlagen, wenn Steine das Graben\/Bohren erschweren.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-5.jpg' alt='Holzpf\u00e4hle, ungespitzt.' \/><\/p>\n<p>Am Ende sind es heuer 113 Pf\u00e4hle geworden, genug f\u00fcr rund 700 Rebst\u00f6cke bzw. etwa 1500 Quadratmeter Weingarten.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/bagstal-7.jpg' alt='Die ganze Ausbeute 2008.' \/><\/p>\n<p>Zum Einsatz kommen die heurigen Pf\u00e4hle aber fr\u00fchestens in eineinhalb Jahren. In den n\u00e4chsten Wochen werden sie von der Rinde befreit und danach wegen der l\u00e4ngeren Haltbarkeit (\u00e4hnlich wie Brennholz) vollst\u00e4ndig austrocknen gelassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ich hier bereits einmal ausf\u00fchrlich geschildert habe, sind wir vor gut f\u00fcnfzig Jahren auf recht bemerkenswerte Weise zu einer kleinen Waldfl\u00e4che gekommen. Diese wird gemeinschaftlich bewirtschaftet, was bedeutet, dass wir Jahr f\u00fcr Jahr etwa 15 bis 20 B\u00e4ume zu f\u00e4llen haben. Dabei handelt es sich \u00fcberwiegend um Akazien (bzw. richtigerweise Robinien), die sich hervorragend &#8230; <a title=\"Weingartenpf\u00e4hle selbst gemacht\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=435\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Weingartenpf\u00e4hle selbst gemacht\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-435","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/435\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}