{"id":430,"date":"2008-01-27T21:51:10","date_gmt":"2008-01-27T20:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=430"},"modified":"2008-01-27T21:51:10","modified_gmt":"2008-01-27T20:51:10","slug":"winterzeit-ist-weiterbildungszeit-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=430","title":{"rendered":"Winterzeit ist Weiterbildungszeit (2)"},"content":{"rendered":"<p><strong>V. Weinakademie-Winzerkonferenz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Marke? Die Rebsorte? Die Herkunft?<br \/>\nWeinmarketing im 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=428\">Nach der \u00d6WM<\/a> wendet sich auch deren Tochtergesellschaft, die <a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/\">Weinakademie \u00d6sterreich<\/a>, mit einer Weiterbildungsveranstaltung an die Weinbauernschaft. F\u00fcr ihre &#8222;<a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/winzerkonferenz.php\">Winzerkonferenz<\/a>&#8220; n\u00fctzt sie ihre guten Kontakte zur internationalen Weinszene und greift aktuelle Themen der Weinwirtschaft auf.<\/p>\n<p>Nach der Bedeutung von Sortenverschnitten und den Themen &#8222;Terroir&#8220;, &#8222;Weinverschl\u00fcsse&#8220; und &#8222;Biologisch(-dynamisch)er Weinbau&#8220; drehte sich heuer alles um Weinvermarktungs- bzw. -bezeichnungsstrategien. <!--more--><\/p>\n<p>Nach einer Einleitung zum Thema von Joana Locke, der Vorsitzenden des <a href=\"http:\/\/www.masters-of-wine.org\/\">Institute of Masters of Wine<\/a> pr\u00e4sentierte Marian Kopp (<a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/WK_Kopp.pdf\">hier<\/a> als 1,19 MB-pdf), mit welchen Methoden sein Arbeitgeber, die gro\u00dfe deutsche Weinhandelsfirma <a href=\"http:\/\/www.racke.de\/Startseite.html\">Racke<\/a> f\u00fcr die Einf\u00fchrung der neuen Weinmarke &#8222;<a href=\"http:\/\/www.espiritu-de-chile.com\/index.php?id=91\">Espiritu de Chile<\/a>&#8220; das Weinland Chile als Marke positioneren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Dabei wird nichts dem Zufall \u00fcberlassen, um den Supermarktweinkunden der Welt eine (mir zu) perfekte Illusion von Chile zu pr\u00e4sentieren und zu verkaufen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend informierte Wolfgang Banovits von der <a href=\"http:\/\/www.wineaustralia.com\/Germany\/Default.aspx?tabid=1953\">australischen Weinwerbung<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/WineAustralia.pdf\">hier<\/a> als 1 MB-pdf) \u00fcber die neuen Marketing-Strategien der australischen Weinwirtschaft. Die sind unter anderem davon gepr\u00e4gt, dass man mittelfristig eher mit einem (australischen) Weinmangel rechnet und nicht mit einem \u00dcberschu\u00df wie noch vor wenigen Jahren. Mit einer st\u00e4rkeren Bewerbung der einzelnen australischen Herkunftsgebiete will man diesen mehr Profil geben und die ambitionierteren Weinkonsumenten zum Kauf h\u00f6herpreisiger Herkunfts-Weine verf\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach Australia folgte Austria mit einem Vortrag von \u00d6WM-Chef Willi Klinger \u00fcber seine Sicht der Dinge. Wie schon auf dem Marketingtag der \u00d6WM pl\u00e4dierte Klinger f\u00fcr eine st\u00e4rkere Rolle der Herkunft bei der Vermarktung des \u00f6sterreichischen Weines. Anders als seine Vorg\u00e4nger in der \u00d6WM h\u00e4lt er diese St\u00e4rkung auch ohne die Einf\u00fchrung von DAC-Weinen in allen Weinbaugebieten f\u00fcr grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Deshalb beobachtet und begleitet er die verschiedenen Initiativen und Diskussionen in den einzelnen Weinbaugebieten eher, als dass er versucht, von &#8222;oben&#8220; Druck auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Liz Stich von <a href=\"http:\/\/www.cumuluswines.com.au\/\">Cumulus Wines<\/a> aus Australien brach dagegen eine Lanze f\u00fcr das Rebsortenmarketing und Norbert Reinisch von <a href=\"http:\/\/www.braida.it\/hometed.aspx\">Braida<\/a> im Piemont unterst\u00fctzte ihren herkunftsmarketing-kritischen Vortrag damit, dass er Insider-Infos \u00fcber die typisch italienische Handhabung der DOC-Bestimmungen im Piemont zum besten gab.<\/p>\n<p>Nach diesen und einigen weiteren Referaten gab es eine Podiumsdiskussion mit einigen interessanten Wortspenden, aber keinen bahnbrechend neuen Erkenntnissen: <\/p>\n<p>Regionaltypische Rebsorten haben in der Vermarktung ihre T\u00fccken, aber auch ihre Vorteile. Internationale Sorten wie Cabernet und Chardonnay ebenso. Herk\u00fcnfte sind als Aufh\u00e4nger f\u00fcr die Weinvermarktung im Gegensatz zu den Rebsorten zwar unverwechselbar, aber in vielen F\u00e4llen auch schwieriger zu transportieren und f\u00fcr viele Konsumenten zu kompliziert. Kleine Weing\u00fcter\/Regionen\/L\u00e4nder haben andere Chancen\/Probleme als gro\u00dfe. Im Supermarkt z\u00e4hlen andere Kriterien als in der (Spitzen)Gastronomie. Eine gro\u00dfe Weinvielfalt ist kompliziert und m\u00fchsam zu bewerben, kann aber f\u00fcr bestimmte M\u00e4rkte und Konsumentengruppen ein gro\u00dfer Gewinn sein&#8230;<\/p>\n<p>Wie bei der Weinbereitung gibt es also offenbar auch bei der Vermarktung kein allgemeing\u00fcltiges Rezept \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V. Weinakademie-Winzerkonferenz Die Marke? Die Rebsorte? Die Herkunft? Weinmarketing im 21. 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