{"id":4236,"date":"2011-09-12T21:31:22","date_gmt":"2011-09-12T20:31:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=4236"},"modified":"2011-09-12T21:55:10","modified_gmt":"2011-09-12T20:55:10","slug":"entwarnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=4236","title":{"rendered":"Entwarnung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3145\" style=\"border: 0px;\" title=\"Pinot-Trauben\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Pinot-Trauben-bearbeitet.jpg\" alt=\"Pinot-Trauben\" width=\"508\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Pinot-Trauben-bearbeitet.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Pinot-Trauben-bearbeitet-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Schon vor dem Beginn der Haupternte wurde da und dort in der Branche die Jahrgangsdevise von einem sehr niedrigen S\u00e4uregehalt ausgegeben. Und wer ein wenig Ahnung von den Vorg\u00e4ngen in den Weintrauben w\u00e4hrend der Reife hat (oder diese <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=56\">hier<\/a> nachliest) wei\u00df, dass diese Bef\u00fcrchtung angesichts der ungew\u00f6hnlich warmen Reifephase durchaus nachvollziehbar ist.<\/p>\n<p>Trotzdem kann ich diesbez\u00fcglich zumindest f\u00fcr unsere Weing\u00e4rten vorsichtige Entwarnung geben, nachdem wir mittlerweile nicht nur Muskat Ottonel (der immer wenig S\u00e4ure hat und deshalb nicht wirklich repr\u00e4sentativ ist), sondern auch schon den gesamten Gr\u00fcnen Veltliner und einen Teil von Chardonnay und Zweigelt im Keller haben.<\/p>\n<p>Der S\u00e4uregehalt von Pinot blanc und Chardonnay war bei der gestrigen Reifeanalyse sogar so unerwartet hoch, dass ich mir zuerst nicht sicher war, ob ich mich dar\u00fcber freuen, oder die S\u00e4ure als Zeichen der Unreife werten soll.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach eingehender Verkostung der Trauben und einer pH-Wert-Messung gab es dann aber beim Chardonnay keinen Zweifel mehr: Goldgelbe Trauben mit 20\u00b0KMW, einem pH-Wert von 3,30, einem wunderbarem Geschmack, verfl\u00fcssigtem Fruchtfleisch, dunkelbraunen Kernen und deutlichem Trenngewebe zum\u00a0Beerenstiel sind eindeutig reif. Auch wenn sie 8,6 g\/l S\u00e4ure enthalten.<\/p>\n<p>Um die ein wenig zu mindern, habe ich mich zu einer Maischestandzeit entschlossen (die ich im Vorfeld der Ernte angesichts obiger Prognosen f\u00fcr ziemlich ausgeschlossen gehalten hatte). Dabei nimmt der Most neben Aroma auch vermehrt Kalium aus den Schalen auf, was zu einem erh\u00f6hten Weinsteinausfall und damit zu einer S\u00e4urereduktion f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Beim Pinot blanc ist die S\u00e4ure (f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse typischerweise) nicht ganz so hoch wie beim Chardonnay. Weil aber der pH-Wert gestern nur bei 3,15 lag, und sich manche Beeren noch sehr schwer vom Stiel l\u00f6sen, werden wir mit der Lese wohl bis Ende der Woche warten.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit steht unter anderem der Zweigelt auf dem Programm. Die ersten beiden Weing\u00e4rten lieferten heute Trauben mit 18,5\u00b0KMW und einer S\u00e4ure von 7,2 g\/l bei einem pH-Wert von 3,35. An den Trauben liegt es also ganz sicher nicht, wenn daraus kein wirklich guter Wein wird&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon vor dem Beginn der Haupternte wurde da und dort in der Branche die Jahrgangsdevise von einem sehr niedrigen S\u00e4uregehalt ausgegeben. Und wer ein wenig Ahnung von den Vorg\u00e4ngen in den Weintrauben w\u00e4hrend der Reife hat (oder diese hier nachliest) wei\u00df, dass diese Bef\u00fcrchtung angesichts der ungew\u00f6hnlich warmen Reifephase durchaus nachvollziehbar ist. 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