{"id":4114,"date":"2011-08-05T21:55:22","date_gmt":"2011-08-05T20:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=4114"},"modified":"2011-08-05T21:55:22","modified_gmt":"2011-08-05T20:55:22","slug":"roesler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=4114","title":{"rendered":"Roesler"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-280 alignleft\" style=\"margin-left: 10px; margin-right: 10px; border-width: 0px;\" title=\"Roesler-Traube an der Hauswand am 3. Juli 2007\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/roesler2-3-7-07.jpg\" alt=\"Roesler-Traube an der Hauswand am 3. Juli 2007\" width=\"174\" height=\"236\" \/>Neben der von der Entstehungsgeschichte her vergleichbaren Sorte <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rathay\">Rathay<\/a> ist die Rotweinsorte <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roesler_(Rebsorte)\">Roesler<\/a> der bislang letzte Zugang in der \u00f6sterreichischen Qualit\u00e4tsweinsortenliste.<\/p>\n<p>1970 als interspezifische (d.h. mit europ\u00e4ischen und amerikanischen Eltern- bzw. Gro\u00dfeltern) Sorte gez\u00fcchtet, verlie\u00df der nach einem fr\u00fcheren Direktor der Weinbauschule Klosterneuburg benannte Roesler vor rund 15 Jahren das Versuchsstadium und fand langsam seinen Weg in die Praxis.<\/p>\n<p>Wie wahrscheinlich bei allen Z\u00fcchtungen wurden damals gro\u00dfe Hoffnungen in die neue Sorte gesetzt. Von Weinqualit\u00e4t und -stil wie beim Zweigelt war ebenso die Rede, wie von der enormen Frostresistenz und nat\u00fcrlich dem Hauptziel der Z\u00fcchtung, der guten Widerstandskraft gegen die beiden Mehltauarten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine echte Auspflanzungswelle hat es aber trotz gro\u00dfem R\u00fcckenwind durch den Rotweinboom dennoch nicht gegeben. Rund 160 Hektar sind heute mit Roesler bestockt, und ich liege wohl nicht ganz falsch, wenn ich behaupte, dass der allergr\u00f6\u00dfte Teil davon nicht unter der Sortenbezeichnung, sondern in diversen Verschnitten vermarktet wird.<\/p>\n<p>Wie sich n\u00e4mlich mittlerweile gezeigt hat, ist es mit der Mehltauresistenz nicht all zu weit her, und die Roesler-Weine sind zwar nahezu unnat\u00fcrlich schwarzblau gef\u00e4rbt, weisen aber sonst keine besonders herausragenden Eigenschaften auf (wenn man <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fox-Ton\">vom mitunter dezent riechbaren Erbe der amerikanischen Gro\u00dfeltern<\/a> absieht).<\/p>\n<p>Aus diesem Grund wird der Roesler von den Farbfetischisten unter den Weinbauern gerne zum Aufpeppen anderer Rotweinsorten verwendet. Ob das aber reicht, um die Sorte nachhaltig (d.h. l\u00e4nger als eine Weingartengeneration lang) in nennenswertem Ausma\u00df zu erhalten wird sich zeigen.<\/p>\n<p>Von den Neuz\u00fcchtungen der vorigen Generation mit \u00e4hnlichem Schicksal h\u00e4lt sich bislang nur der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blauburger\">Blauburger<\/a> relativ gut (was mich wirklich erstaunt), w\u00e4hrend der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldburger\">Goldburger<\/a> bereits wieder in den Archiven der Ampelographen verschwunden ist, und die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jubil%C3%A4umsrebe\">Jubil\u00e4umsrebe<\/a> nie wirklich aus diesen herausgekommen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben der von der Entstehungsgeschichte her vergleichbaren Sorte Rathay ist die Rotweinsorte Roesler der bislang letzte Zugang in der \u00f6sterreichischen Qualit\u00e4tsweinsortenliste. 1970 als interspezifische (d.h. mit europ\u00e4ischen und amerikanischen Eltern- bzw. 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