{"id":4002,"date":"2011-06-20T21:22:39","date_gmt":"2011-06-20T20:22:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=4002"},"modified":"2011-06-20T21:23:45","modified_gmt":"2011-06-20T20:23:45","slug":"erschreckendes-unverstandnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=4002","title":{"rendered":"Erschreckendes Unverst\u00e4ndnis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4003\" style=\"border: 0px;\" title=\"Welschriesling 1985\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/OPBW-1985-bearbeitet.jpg\" alt=\"Welschriesling 1985\" width=\"508\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/OPBW-1985-bearbeitet.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/OPBW-1985-bearbeitet-300x129.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Reife Weine sind kein einfaches Thema. Gehen doch die Geschm\u00e4cker bei \u00e4lteren Jahrg\u00e4ngen noch viel weiter auseinander, als bei aktuellen.<\/p>\n<p>Honigaromen, Trockenfr\u00fcchte, Schwarztee, welkes Laub und Petroleum im Bukett eines Weines sind nicht jedermanns Sache. Und weil es heutzutage kaum noch gereifte Jahrg\u00e4nge auf dem Markt gibt, hat der moderne Weinkonsument auch fast keine Chance mehr, diese\u00a0Eindr\u00fccke kennen- und mit der Zeit vielleicht auch sch\u00e4tzen zu lernen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als Weinbauer hat man es da zum Gl\u00fcck etwas einfacher. Selbst wenn man nicht so wie wir seit Mitte der 80er von einigen Weinen jedes Jahrgangs etwas zur Seite legt, besteht doch die M\u00f6glichkeit, die eine oder andere Flasche ein wenig l\u00e4nger zu lagern und danach zu verkosten.<\/p>\n<p>Umso erschreckender ist f\u00fcr mich das Unverst\u00e4ndnis mancher Kollegen f\u00fcr Weine, die \u00e4lter sind als ein paar Jahre.<\/p>\n<p>Bei verschiedenen Gelegenheiten in der letzten Zeit wurde mir von Winzerseite ehrlich erstaunt zum Beispiel die Frage gestellt: &#8222;Und du willst den G\u00e4sten wirklich trockene Wei\u00dfweine aus den 90ern und 80ern kredenzen?&#8220;. Oder ein in Ehren ergrauter 1977er mit folgenden Worten abgetan: &#8222;Soetwas kann man doch nicht mehr trinken!&#8220;<\/p>\n<p>Um keine Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse aufkommen zu lassen: Ich z\u00e4hle nicht zu jener kleinen Gruppe von Weinfreunden, die das Alter eines Weines per se als Qualit\u00e4tsmerkmal betrachten. Und\u00a0ich halte der Fruchtcharme junger Weine auch nicht f\u00fcr etwas, was \u00fcberwunden werden mu\u00df, um wahren Genuss empfinden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wein wird nicht automatisch besser, wenn er \u00e4lter wird. Und ab einem gewissen Zeitpunkt (der allerdings von Wein zu Wein sehr stark schwanken kann) wird jeder Wein schlechter.<\/p>\n<p>Bis dahin durchl\u00e4uft der Rebensaft aber eine mitunter \u00e4u\u00dferst spannende und nicht selten auch genussvolle Entwicklung, die man meiner Meinung nach kennen\u00a0und f\u00fcr die man eine gewisse Wertsch\u00e4tzung aufbringen sollte, wenn man als Weinproduzent seinen Beruf auch nur halbwegs ernst nimmt (und ernstgenommen werden m\u00f6chte).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reife Weine sind kein einfaches Thema. Gehen doch die Geschm\u00e4cker bei \u00e4lteren Jahrg\u00e4ngen noch viel weiter auseinander, als bei aktuellen. 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