{"id":368,"date":"2007-09-26T20:07:45","date_gmt":"2007-09-26T19:07:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=368"},"modified":"2007-09-26T20:07:45","modified_gmt":"2007-09-26T19:07:45","slug":"bildergeschichten-von-der-weinlese-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=368","title":{"rendered":"Bildergeschichten von der Weinlese (9)"},"content":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren f\u00fchre ich \u00fcber den G\u00e4rverlauf jedes Weines genau Buch und bestimme daf\u00fcr t\u00e4glich die Dichte des g\u00e4renden Mostes.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/dichtemessung.jpg' title='Dichtemessung mittels Senkwaage'><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/dichtemessung.jpg' alt='Dichtemessung mittels Senkwaage' \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Je nach Zuckergehalt wiegt der Traubensaft vor der G\u00e4rung zwischen 1060 und 1100 (oder mehr) Gramm pro Liter. W\u00e4hrend die in \u00d6sterreich gebr\u00e4uchlichen &#8222;Zuckergrade&#8220; der Klosterneuburger Mostwaage etwas anders definiert sind, entsprechen die &#8222;deutschen&#8220; Oechslegrade exakt den letzten drei Stellen der Dichte. Ein Most mit einer Dichte von 1073 Gramm pro Liter hat also exakt 73 \u00b0Oechsle oder rund 15 \u00b0KMW.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der G\u00e4rung nimmt die Dichte stark ab, weil die Hefe aus dem &#8222;schweren&#8220; Zucker des Traubensaftes &#8222;leichten&#8220; Alkohol bildet und sehr viel CO2, das zum Gro\u00dfteil aus dem Wein entweicht. Ein trockener Wein liegt je nach Alkohol-, S\u00e4ure und Extraktgehalt bei etwa 993 Gramm pro Liter oder etwas darunter.<\/p>\n<p>Mit einer t\u00e4glichen Messung der Dichteabnahme kann man die Intensit\u00e4t der G\u00e4rung sehr genau beobachten. Wenn man dabei auch die Temperatur mi\u00dft, l\u00e4\u00dft sich eine sch\u00f6ne G\u00e4rkurve zeichnen, die dem Kellermeister hilft, etwaige G\u00e4rprobleme fr\u00fchzeitig zu erkennen und die K\u00fchlung des g\u00e4renden Saftes besser zu kontrollieren.<\/p>\n<p>Diese Vorteile sind die t\u00e4gliche Stunde wert, die es braucht, um Proben von allen g\u00e4renden Beh\u00e4ltern zu nehmen und zu analysieren. F\u00fcr gutes Geld gibt es zwar mittlerweile auch Ger\u00e4te, die schneller und mit einer geringeren Probemenge arbeiten k\u00f6nnen, aber ich bevorzuge nach wie vor die gute alte Senkwaage.<\/p>\n<p>Dieses d\u00fcnne Gebilde, von dem auf dem Foto nur der oberste Teil zu erkennen ist, der aus dem Most ragt, ist ein oben und unten geschlossenes R\u00f6hrchen aus Glas. In seinem Inneren befindet sich eine Dichteskala, ein Thermometer und kleine Bleik\u00fcgelchen, mit denen die Senkwaage (oder auch Spindel) geeicht wurde.<\/p>\n<p>In einer leichten Fl\u00fcssigkeit sinkt die Spindel tiefer ein, als in einer schweren. Und wenn man an der Skala abliest, wie tief sie eingesunken ist, hat man bereits die Dichte der Fl\u00fcssigkeit bestimmt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren f\u00fchre ich \u00fcber den G\u00e4rverlauf jedes Weines genau Buch und bestimme daf\u00fcr t\u00e4glich die Dichte des g\u00e4renden Mostes.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lese-2007"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/368\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}