{"id":3291,"date":"2010-11-15T23:14:48","date_gmt":"2010-11-15T22:14:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=3291"},"modified":"2010-11-15T23:19:08","modified_gmt":"2010-11-15T22:19:08","slug":"wset-diploma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=3291","title":{"rendered":"WSET-Diploma"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3292 aligncenter\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"Foto: \u00d6WM\/Griesch\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Verkostung-\u00d6WM-Griesch-komprimiert.jpg\" alt=\"Verkostung \u00d6WM-Griesch komprimiert\" width=\"508\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Verkostung-\u00d6WM-Griesch-komprimiert.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Verkostung-\u00d6WM-Griesch-komprimiert-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Vergangenen Mittwoch startete in der Weinakademie \u00d6sterreich\u00a0ein neuer Jahrgang das <a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/diploma.php\">Diplomseminar<\/a>, und am Freitag erhielten 20 neue Weinakademiker nach zumindest zweij\u00e4hriger Ausbildung ihre Diplome im Rahmen eines Festaktes im Schlo\u00df Esterhazy in Eisenstadt.<\/p>\n<p>In beiden F\u00e4llen hatte ich die Ehre und das Vergn\u00fcgen, dabei sein zu d\u00fcrfen. Den ganzen Mittwoch lang versuchte ich als Lektor den Beginnern das Thema &#8222;Weinbau&#8220; n\u00e4herzubringen, und am Freitag sorgte ich gemeinsam mit anderen Winzern, die diese Ausbildung (so wie ich) abgeschlossen haben f\u00fcr die fl\u00fcssige Verpflegung nach der Graduierung.<\/p>\n<p>Die haben sich die frischgebackenen Weinakademiker auch redlich verdient, z\u00e4hlt das Diplomseminar doch zu den umfassendsten und schwierigsten Fortbildungsm\u00f6glichkeiten in Sachen Wein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>WSET und Weinakademie \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p>Der Ursprung dieser Ausbildung liegt im englischen Weinhandel, der die Kompetenz seiner Mitarbeiter steigern wollte und \u00fcber die Institution des <a href=\"http:\/\/www.wsetglobal.com\/\"><strong>W<\/strong>ine and <strong>S<\/strong>pirit <strong>E<\/strong>ducation <strong>T<\/strong>rust<\/a> seit Jahrzehnten ein umfangreiches Seminarprogramm anbietet.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt um die eigenen Qualifikationsm\u00f6glichkeiten international zu verankern, ging die <a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/\">Weinakademie \u00d6sterreich<\/a> Mitte der 1990er-Jahre eine Kooperation mit dem WSET ein, und bietet seither das Diplomseminar als einzige Institution in anderer Sprache als Englisch, n\u00e4mlich in Deutsch an.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr werden bei der Pr\u00fcfung die gleichen (nur \u00fcbersetzten) Pr\u00fcfungsfragen und die gleichen Weine zur gleichen Zeit verwendet, wie in London, und nach dem gleichen Schema korrigiert. Bei einem positiven Abschlu\u00df erh\u00e4lt jeder Teilnehmer das international be- und anerkannte Diploma des WSET und &#8211; quasi als Zeichen, dass er die Ausbildung \u00fcber die Weinakademie absolviert hat &#8211; den Titel &#8222;Weinakademiker&#8220;.<\/p>\n<p>Bis es aber soweit ist, gibt es zahlreiche H\u00fcrden zu meistern:<\/p>\n<p><strong>Theorie und Praxis<\/strong><\/p>\n<p>Das Themenspektrum umfa\u00dft nicht nur alle nennenswerten Weinbaugebiete der Welt mit den geschmacklichen Eigenheiten ihrer Produkte, sondern auch deren Herstellung und Vermarktung. Au\u00dferdem gibt es eigene Ausbildungs- und Pr\u00fcfungseinheiten zu den aufgespriteten Weinen, zu Schaumweinen und Spirituosen.<\/p>\n<p>In verschiedenen Teilpr\u00fcfungen m\u00fcssen die Kandidaten ihr Wissen auf unterschiedlichste Weise unter Beweis stellen. W\u00e4hrend die Weinherstellung mittels (ziemlich gefinkelter) Multiple-Choice-Tests gepr\u00fcft wird, lauern bei den Theoriefragen zu den Weinbaugebieten auch schon mal ganz verzwickte Fragestellungen.<\/p>\n<p>Nicht selten sind n\u00e4mlich neben dem schlichten Aufz\u00e4hlen von Faktenwissen auch Aufs\u00e4tze zu Themen wie &#8222;Was hat zum Erfolg von Chile als Weinproduzent und Weinexporteur gef\u00fchrt?&#8220; oder &#8222;Diskutieren Sie die Bedeutung von Markenweinen f\u00fcr die s\u00fcdafrikanische Weinwirtschaft&#8220; gefordert.<\/p>\n<p>Als praktischen Teil gibt es Verkostungen von 12 Weinen und je drei aufgespriteten Produkten, Schaumweinen und Spirituosen. Dabei kommt es zwar nur am Rande auf das Erraten von Sorten, Herk\u00fcnften und Jahrg\u00e4ngen an, daf\u00fcr ist aber eine umfangreiche Beschreibung und eine detailierte Qualit\u00e4tseinsch\u00e4tzung gefragt.<\/p>\n<p><strong>Seminar- und Diploma-Arbeit<\/strong><\/p>\n<p>Um die F\u00e4higkeiten zur Recherche und die Kenntnisse des internationalen Wein- und Spirituosenmarktes der Kandidaten zu kontrollieren, wird (neben einem weiteren Theoriepr\u00fcfungsteil) au\u00dferdem eine Seminararbeit verlangt.<\/p>\n<p>Diese mu\u00df 2500 bis 3000 W\u00f6rter lang sein, und eines der vorgegebenen Themen behandeln. Momentan aktuell sind die Fragen &#8222;Die &#8222;Premiumisierung&#8220; von wei\u00dfen Spirituosen&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/SeminararbeitstitelNovember2010.pdf\">pdf<\/a>) und &#8222;Vermittler, Importeure und Gro\u00dfh\u00e4ndler&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/SeminararbeitstitelApril2011.pdf\">pdf<\/a>).<\/p>\n<p>Zum Abschlu\u00df des Pr\u00fcfungsreigens gilt es dann noch, eine umfassende &#8222;Diploma-Arbeit&#8220; zu einem selbst gew\u00e4hlten Thema zu verfassen.<\/p>\n<p>Dabei reicht das Spektrum der bisher erfolgreichen Arbeiten von &#8222;Bioversit\u00e4t im Rebberg und ihr Anspruch in Bio-Richtlinien&#8220; \u00fcber &#8222;Die Blue Chips des Weininvestments &#8211; Eine Kapitalanlage mit Zukunftsperspektive?&#8220; und &#8222;Spanien &#8211; ein aufstrebender Stern am Wei\u00dfweinhimmel?&#8220; bis zu &#8222;Sensorik und Sprache: rhetorische Figuren als Grundlage f\u00fcr Weinbeschreibungen&#8220;.<\/p>\n<p>\u00dcber die Weinakademie \u00d6sterreich und ihre Kooperationspartner in Deutschland und der Schweiz haben seit 1994 rund 500 Teilnehmer das Diplomseminar erfolgreich absolviert und den Titel &#8222;Weinakademiker&#8220; verliehen bekommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/jahrgaenge.php\">Hier<\/a> geht es zur Liste mit allen Namen, und <a href=\"http:\/\/www.weinakademie.at\/news.php\">hier<\/a> gibt es Fotos, Kurzbiografien und die Themen der Diploma-Arbeiten der letzten Jahrg\u00e4nge in Deutschland, der Schweiz und \u00d6sterreich (Ganz nach unten scrollen!).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vergangenen Mittwoch startete in der Weinakademie \u00d6sterreich\u00a0ein neuer Jahrgang das Diplomseminar, und am Freitag erhielten 20 neue Weinakademiker nach zumindest zweij\u00e4hriger Ausbildung ihre Diplome im Rahmen eines Festaktes im Schlo\u00df Esterhazy in Eisenstadt. 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