{"id":305,"date":"2007-08-04T22:20:28","date_gmt":"2007-08-04T21:20:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=305"},"modified":"2007-08-04T22:20:28","modified_gmt":"2007-08-04T21:20:28","slug":"und-wieder-kein-regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=305","title":{"rendered":"Und wieder kein Regen"},"content":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr gestern und heute angek\u00fcndigte Schlechtwetterfront hat sich, wie schon so oft, in Luft aufgel\u00f6st, bevor sie zu uns ins Burgenland gekommen ist. Dabei wird es in einzelnen Weing\u00e4rten langsam kritisch. Eine geringere Erntemenge durch trockenheitsbedingt kleinere Beeren w\u00e4re ja noch zu verkraften, eine weiter anhaltende Trockenheit k\u00f6nnte aber auch zu Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen f\u00fchren.<!--more--><\/p>\n<p>Manche jungen Reben auf leichteren B\u00f6den zeigen bereits erste sichtbare Anzeichen von Trockenstre\u00df. Den Bl\u00e4ttern in der Traubenzone, die wegen des Wassermangels gelb werden und vertrocknen hilft kein Regen mehr, und die Trauben werden in Folge notreif mit wenig Fruchtaromen, geringem S\u00e4uregehalt und Bitterstoffen in der Schale.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil unserer Rebst\u00f6cke ist aber nach wie vor in guter Verfassung und die Reife schreitet rasch voran. Mittlerweile sind die Zweigelt-Trauben v\u00f6llig verf\u00e4rbt, der Blaufr\u00e4nkisch etwa zu drei Viertel und der sp\u00e4te Cabernet auch schon zur H\u00e4lfte. Seit einigen Tagen werden bereits Fr\u00fchsorten wie Bouvier f\u00fcr die Erzeugung von <a href=\"http:\/\/www.weinausoesterreich.at\/archiv\/2006\/ma_060815.html\">Sturm<\/a> gelesen, und demn\u00e4chst werde ich wohl die ersten Reifemessungen vornehmen.<\/p>\n<p>Im Moment getraue ich mich weniger den je, den Jahrgang 2007 einzusch\u00e4tzen. An sich handelt es sich (bisher) um ein sehr fr\u00fchreifes und sehr trockenes Jahr, das an 2003 bzw. auch teilweise an 2000, 1994 und 1992 erinnert. In solchen Jahren ist mit hochreifen, teilweise sogar \u00fcberreifen Trauben mit hohem Zucker und niedrigem S\u00e4uregehalt zu rechnen. Das kommt den Rotweinen meist mehr zugute, als den Wei\u00dfen, zumal die Weine eher wuchtig als fruchtig-elegant ausfallen.<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich am (bisherigen) Weinjahr 2007 sind die trotz der fr\u00fchen Reife relativ k\u00fchlen Temperaturen, vor allem in den N\u00e4chten. Abgesehen von zwei sehr hei\u00dfen Wochen (mit beinahe <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=295\">40\u00b0C<\/a>) Mitte Juli war der Sommer bisher relativ k\u00fchl. Die Nachttemperaturen liegen auch im Moment wieder deutlich unter 20\u00b0C, was im Einflu\u00dfbereich des Neusiedlersees im August eher selten ist. Normalerweise gibt der See abends die gespeicherte Sommerw\u00e4rme ab und l\u00e4\u00dft die Quecksilbers\u00e4ule kaum unter 25\u00b0C fallen.<\/p>\n<p>K\u00fchle N\u00e4chte helfen den Reben nicht nur Wasser sparen, sondern beg\u00fcnstigen auch die Entwicklung der Aromastoffe in den Beeren und bewahren den f\u00fcr die Harmonie des Weines wichtigen S\u00e4uregehalt. Ich bin schon richtig neugierig, was diese ungew\u00f6hnliche Kombination von Trockenheit und vergleichsweise k\u00fchlem Wetter bringen wird. Und wann es endlich regnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr gestern und heute angek\u00fcndigte Schlechtwetterfront hat sich, wie schon so oft, in Luft aufgel\u00f6st, bevor sie zu uns ins Burgenland gekommen ist. Dabei wird es in einzelnen Weing\u00e4rten langsam kritisch. 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