{"id":3030,"date":"2010-08-17T21:22:26","date_gmt":"2010-08-17T20:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=3030"},"modified":"2010-08-17T21:22:26","modified_gmt":"2010-08-17T20:22:26","slug":"der-tagliche-regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=3030","title":{"rendered":"Der t\u00e4gliche Regen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3031\" style=\"border: 0px;\" title=\"Foto: \u00d6WM\/Rauter\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Regenbogen-\u00d6WM-Rauter-komprimiert.jpg\" alt=\"Foto: \u00d6WM\/Rauter\" width=\"508\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Regenbogen-\u00d6WM-Rauter-komprimiert.jpg 508w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Regenbogen-\u00d6WM-Rauter-komprimiert-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><\/p>\n<p>Seit fast zwei Wochen regnet es bei uns in M\u00f6rbisch beinahe jeden Tag. Schuld daran ist paradoxer Weise das \u00fcberwiegend sch\u00f6ne Wetter mit f\u00fcr die Reben idealen 25 bis 28\u00b0C.<\/p>\n<p>Die sommerlichen Temperaturen f\u00f6rdern n\u00e4mlich die Verdunstung des nach den Regenschauern am Anfang des Monats reichlich vorhandenen Wassers und sorgen damit f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Gewitter. Und solange sich die Gro\u00dfwetterlage nicht \u00e4ndert, beginnt das Spiel jeden Tag von vorn:<\/p>\n<p>Nach einer k\u00fchlen, feuchten Nacht setzt sich die Sonne durch und l\u00e4\u00dft durch die Verdunstung \u00fcppige Wolkent\u00fcrme entstehen. Diese wiederum laden ihre Fracht in den Abend- und Nachtstunden ab und befeuchten Bl\u00e4tter und Boden.<\/p>\n<p>Heute Nachmittag bin ich bereits zum zweiten Mal im August <span style=\"text-decoration: line-through;\">vom Regen \u00fcberrascht worden<\/span> zu sp\u00e4t mit dem Moped vom Weingarten nach Hause aufgebrochen, weil ich trotz der ersten Tropfen noch wenigstens die eine Rebzeile fertig machen wollte.<\/p>\n<p>Beim ersten Mal ging das sehr schnell und es gab tats\u00e4chlich vom Helmrand bis zu den Zehen nicht eine einzige trockene Stelle mehr auf meinem K\u00f6rper, als ich zu Hause vom Moped stieg. Heute war der Regen zum Gl\u00fcck schw\u00e4cher, und es wurde nur der Arbeitsmantel na\u00df.<\/p>\n<p>Den Reben scheint diese Wetterlage vorl\u00e4ufig egal zu sein. Die Entwicklung der Trauben schreitet gut voran, und die meisten Weinbauern scheinen so wie wir die bei diesem Wetter extrem gef\u00e4hrliche <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=629\">Peronospora<\/a> relativ gut im Griff zu haben.<\/p>\n<p>Auch die zweite Mehltauart, Oidium, ist nicht zu untersch\u00e4tzen. Sie ben\u00f6tigt zwar keine Wassertropfen auf den Bl\u00e4ttern wie Peronospora, liebt daf\u00fcr aber das schw\u00fcle Wetter mit hoher Luftfeuchte zwischen dem Abtrocknen am Vormittag, und dem n\u00e4chsten Regen am Abend.<\/p>\n<p>Beide Pilzkrankheiten k\u00f6nnen in diesem Reifestadium zwar nicht (bzw.\u00a0kaum) mehr die Trauben befallen, aber ein Verlust der Bl\u00e4tter, die den f\u00fcr die Reife notwendigen Zucker produzieren ist nicht minder problematisch. Au\u00dferdem bedroht mit zunehmender Reife der Grauschimmel Botrytis cinerea die Trauben, wenn diese lange Zeit feucht sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit fast zwei Wochen regnet es bei uns in M\u00f6rbisch beinahe jeden Tag. Schuld daran ist paradoxer Weise das \u00fcberwiegend sch\u00f6ne Wetter mit f\u00fcr die Reben idealen 25 bis 28\u00b0C. Die sommerlichen Temperaturen f\u00f6rdern n\u00e4mlich die Verdunstung des nach den Regenschauern am Anfang des Monats reichlich vorhandenen Wassers und sorgen damit f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Gewitter. 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