{"id":2600,"date":"2010-04-01T22:01:32","date_gmt":"2010-04-01T21:01:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=2600"},"modified":"2010-04-01T22:03:38","modified_gmt":"2010-04-01T21:03:38","slug":"oh-schreck-der-wein-ist-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=2600","title":{"rendered":"Oh Schreck, der Wein ist weg!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2607\" style=\"border: 0px;\" title=\"Foto: steve.haider.com\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Haider-157-bearbeitet.jpg\" alt=\"Foto: steve.haider.com\" width=\"507\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Haider-157-bearbeitet.jpg 507w, https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Haider-157-bearbeitet-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><\/p>\n<p>Seit ein paar Jahren beliefern wir die Tiroler Lebensmittelhandelskette <a href=\"http:\/\/www.mpreis.at\/\">M-Preis<\/a> regelm\u00e4\u00dfig mit unserem Muskat Ottonel. Dabei sind, wie in diesem Bereich aus logistischen Gr\u00fcnden wohl gar nicht anders machbar, Anlieferungszeit und -ort jeder Bestellung genau vorgeschrieben.<\/p>\n<p>Um diese Vorgaben einhalten zu k\u00f6nnen, gibt es bei uns einen klaren Ablaufplan, der in der vergangenen Woche wieder einmal Punkt f\u00fcr Punkt abgearbeitet wurde, nachdem M-Preis per Fax eine Palette Wein geordert hatte.<\/p>\n<p>Nach dem Verpacken und der Erstellung der Begleitpapiere am Donnerstag erteilte ich unserem Hauptspediteur, <span style=\"text-decoration: line-through;\">der \u00d6sterreichischen Bundesbahn<\/span> <a href=\"http:\/\/www.railcargo.at\/\">Rail Cargo Austria<\/a> am Freitag per E-Mail einen Abholauftrag f\u00fcr Montag.<\/p>\n<p>Der Wein sollte zwar erst am Mittwoch Vormittag zugestellt werden, aber in diesem heiklen Fall plane ich in Absprache mit dem Transportunternehmen immer einen Reservetag ein.<\/p>\n<p>Am Montagmorgen vergewisserte ich mich dann wie gewohnt telefonisch beim LKW-Fahrer, ob er den Abholauftrag auch tats\u00e4chlich erhalten hatte. Diesmal habe ich ihn auch noch dar\u00fcber informiert, dass wir eine zweite Palette an einen anderen Kunden zu transportieren h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Als mir der Fahrer versicherte, beide Sendungen am fr\u00fchen Nachmittag abzuholen, stellte ich sie wie gewohnt (f\u00fcr den Fall, dass bei der Abholung keiner zu Hause ist) mit unserem Stapler leicht zug\u00e4nglich im Hof ab und fuhr beruhigt nach Eisenstadt.<\/p>\n<p>Bei meiner R\u00fcckkehr um 11 Uhr waren die beiden Ladungen bereits weg, und zwei sch\u00f6ne Tauschpaletten standen im Hof. Offenbar war der Fahrer fr\u00fcher dran, als gedacht.<\/p>\n<p>Knapp zwei Stunden sp\u00e4ter l\u00e4utete das Telefon. &#8222;Guten Tag, ich bin der Fahrer von RailCargo und stehe vor ihrem Tor, um den Wein abzuholen. Wo ist er?&#8220;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Schnell war klar, dass unsere beiden Paletten nicht in den richtigen H\u00e4nden gelandet waren. Kein Diebstahl, denn schlie\u00dflich hatte jemand ordnungsgem\u00e4\u00df zwei Tauschpaletten und auf dem Lieferschein sein Autokennzeichen und eine unleserliche Unterschrift hinterlassen. Aber nicht minder \u00e4rgerlich, zumal es ja galt, eine Lieferfrist einzuhalten.<\/p>\n<p>In dieser Situation erwies sich der Fahrer von RailCargo mehr als entgegenkommend und hilfsbereit. Er lies sich von seiner Zentrale die Telefnonummern einiger Spetitionen durchgeben und begann, sich dort nach dem Autokennzeichen auf unseren Lieferscheinen zu erkundigen.<\/p>\n<p>Ich selbst war nahe dran, mich auf den Weg zur Polizei zu machen, um \u00fcber das Kennzeichen die Identit\u00e4t des ungebetenen Abholers auszuforschen. Zuvor warf ich aber noch einen Blick in unsere Mappe mit den alten Frachtpapieren und fand dort zwar nicht die gesuchte, aber einige \u00e4hnliche Autonummern. Alle mit einem Bezug zu einer Spedition, deren Dienste wir zwei- oder dreimal im Jahr in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Dieser Spur folgend, rief ich dort an, und wurde prompt f\u00fcndig. Ja, man habe Wein bei uns abgeholt, weil man von uns einen Abholauftrag erhalten habe. Als ich das vehement bestritt, machte man sich auf die Suche und fand&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;die E-Mail eines anderen Weinbauern mit Namen Fiedler bei uns im Ort (der wohl vergeblich auf die Abholung seiner Palette wartete). Der anderslautende Betriebsname, die falsche Adresse und die eindeutig f\u00fcr RailCargo ausgestellten Papiere auf unseren Sendungen hatten den Abholer offensichtlich nicht\u00a0davon abhalten k\u00f6nnen, irrt\u00fcmlich unseren Wein mitzunehmen.<\/p>\n<p>Eine halbe Stunde (immer noch in Beisein des RailCargo-Fahrers) und zahlreiche Telefonate sp\u00e4ter fand sich nach dem Wein dann auch noch eine unkomplizierte L\u00f6sung\u00a0f\u00fcr den Weitertransport. Und dank meines Reservetages konnte trotz dieses ungewollten Umweges der Zustelltermin eingehalten werden.<\/p>\n<p>Als dann am Dienstag der fehlgeleitete Transporteur bei uns auftauchte, und &#8211; wieder alle Angaben auf seinen Auftr\u00e4gen ignorierend &#8211; bei uns jene Palette abholen wollte, die wegen seines Fehlers am Tag zuvor bei unserem Namensvetter stehen geblieben war, konnte ich dar\u00fcber schon wieder lachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ein paar Jahren beliefern wir die Tiroler Lebensmittelhandelskette M-Preis regelm\u00e4\u00dfig mit unserem Muskat Ottonel. Dabei sind, wie in diesem Bereich aus logistischen Gr\u00fcnden wohl gar nicht anders machbar, Anlieferungszeit und -ort jeder Bestellung genau vorgeschrieben. 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