{"id":259,"date":"2007-06-15T22:31:15","date_gmt":"2007-06-15T21:31:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=259"},"modified":"2007-06-15T22:31:15","modified_gmt":"2007-06-15T21:31:15","slug":"regen-anderswo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=259","title":{"rendered":"Regen, anderswo!"},"content":{"rendered":"<p>Seit \u00fcber einer Woche erleben wir t\u00e4glich das gleiche Schauspiel: In der Fr\u00fch ist es k\u00fchl und bedeckt, zu Mittag hei\u00df und schw\u00fcl und den ganzen Nachmittag brauen sich Gewitterwolken am Horizont zusammen und es donnert in der Ferne.<\/p>\n<p>Gegen Abend kommt dann f\u00fcr kurze Zeit ein k\u00fchler Wind auf, gelegentlich begleitet von ein paar vereinzelten Regentropfen. Und sp\u00e4ter h\u00f6rt man, da\u00df es da oder dort einen starken Gewitterregen gegeben haben soll.<\/p>\n<p>Bis zu uns hat sich bislang kein Gewitter verirrt, obwohl unsere Reben einen ausgiebigen Wassernachschub gut brauchen k\u00f6nnten.<!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Kaulwein-Blogger in Rheinhessen starke Gewitter (bzw. deren Zunahme in den letzten Jahren) als auffallend <a href=\"http:\/\/kaulwein.wordpress.com\/2007\/06\/13\/unkalkulierbares-wetter-klimawandel-auswirkung-auf-den-weinbau\/\">bezeichnen<\/a>, sind wir in der pannonischen Tiefebene dieses Ph\u00e4nomen schon lange gew\u00f6hnt. In den hei\u00dfen und trockenen Sommermonaten waren die Gewitter immer schon die einzige Chance auf Wassernachschub f\u00fcr die Reben.<\/p>\n<p>Trotzdem sind Gewitter ein zweischneidiges Schwert. Manchmal (bei uns gottseidank recht selten) gehen Sie mit Hagelschlag einher, und wenn nicht, f\u00fchren sie zumindest zu mehr oder weniger starken Erosionssch\u00e4den. Unter anderem um dieser Abschwemmung des Bodens vorzubeugen, haben wir vor einigen Jahren unsere Bodenbearbeitung umgestellt, und verwenden seither ein <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=225\">Spezialger\u00e4t<\/a>, das den Boden zwar lockert, dabei aber nicht die gesamte nat\u00fcrliche Begr\u00fcnung (die die Erosion mindert) umbricht.<\/p>\n<p>Da die teilweise vorhandene Begr\u00fcnung unserer B\u00f6den aber auch Wasser verbraucht, ist diese Bodenbearbeitungsstrategie in einem Trockengebiet wie dem Burgenland immer eine Gratwanderung. Ob es (zu) trocken wird, wei\u00df man n\u00e4mlich erst, wenn der Boden schon zu hart geworden ist, um die gew\u00e4hlte Strategie (die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat) noch \u00e4ndern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Noch sind wir von echten Trockensch\u00e4den in den Weing\u00e4rten ein gutes St\u00fcck entfernt. Aber bei j\u00fcngeren Rebst\u00f6cken auf wenig wasserspeicherf\u00e4higen B\u00f6den hat man schon das Gef\u00fchl, da\u00df sie sich mit mehr Wasser (noch) besser entwickeln w\u00fcrden. Immerhin befinden sie sich im Moment in jenem Entwicklungsstadium, in dem sie am meisten Wasser ben\u00f6tigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit \u00fcber einer Woche erleben wir t\u00e4glich das gleiche Schauspiel: In der Fr\u00fch ist es k\u00fchl und bedeckt, zu Mittag hei\u00df und schw\u00fcl und den ganzen Nachmittag brauen sich Gewitterwolken am Horizont zusammen und es donnert in der Ferne. 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