{"id":243,"date":"2007-05-30T22:45:52","date_gmt":"2007-05-30T21:45:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=243"},"modified":"2007-05-30T22:50:19","modified_gmt":"2007-05-30T21:50:19","slug":"weinbauernhandwerk-vom-aussterben-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=243","title":{"rendered":"Weinbauernhandwerk, vom Aussterben bedroht"},"content":{"rendered":"<p>Heute haben wir zum ersten Mal im heurigen Jahr unsere jungen Reben im zweiten Standjahr an die Metallst\u00e4be angebunden, damit sie nicht vom Wind abgebrochen werden. Dazu verwenden wir Stroh, das seit Jahrhunderten als Bindematerial im Weinbau verwendet wird.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/strohband1.jpg' title='Eine mit Stroh nach oben gebundene Muskat-Rebe im zweiten Standjahr.'><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/strohband1.jpg' alt='Eine mit Stroh nach oben gebundene Muskat-Rebe im zweiten Standjahr.' \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Stroh als Bindematerial ist, wenn man es kann, schneller zu verarbeiten als Schn\u00fcre oder B\u00e4nder. Au\u00dferdem l\u00e4\u00dft es sich beim Rebschnitt im Winter leicht entfernen bzw. ist bis dahin schon von selbst abgefallen und bedarf keinerlei Entsorgung, da es im Weingarten zu Humus verrottet.<\/p>\n<p>Um allerdings mit Stroh arbeiten zu k\u00f6nnen, braucht man eine spezielle Technik und etwas \u00dcbung. Au\u00dferdem ben\u00f6tigt man Stroh, das nicht zu dicke und v\u00f6llig unversehrte, nicht zu kurze Halme hat (also von Hand gem\u00e4ht wurde). Dieses Stroh wird vor dem Binden f\u00fcr kurze Zeit in Wasser eingeweicht, um biegsamer zu werden.<\/p>\n<p>Obwohl das Binden mit Stroh auch seine Vorteile hat, gibt es kaum noch Winzer, die ihre jungen Reben auf diese Weise fixieren. Von den \u00e4lteren k\u00f6nnten es wohl die meisten noch, aber in meiner Generation bin ich wahrscheinlich der einzige, der es erlernt hat.<\/p>\n<p><strong>In elf Wochen von null auf 150 Zentimeter<\/strong><\/p>\n<p>Unsere jungen Muskat-Reben entwickeln sich heuer \u00fcbrigens pr\u00e4chtig, obwohl sie im Pflanzjahr 2006 nur m\u00e4\u00dfig gewachsen sind.  Die kr\u00e4ftigsten Triebe erreichen bereits jetzt eine L\u00e4nge von 1,5 Metern.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/junganlage.jpg' title='Junganlage Muskat Ottonel, Riede Wieser, gepflanzt 2006'><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/junganlage.jpg' alt='Junganlage Muskat Ottonel, Riede Wieser, gepflanzt 2006' \/><\/a><\/p>\n<p>Vor elf Wochen, am 15. M\u00e4rz, haben wir diese Reben erst geschnitten (wie <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=198\">hier<\/a> berichtet). Damals sahen sie so aus:<\/p>\n<p><a href='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/bild034.jpg' title='Nachher'><img src='https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/bild034.jpg' alt='Nachher' \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute haben wir zum ersten Mal im heurigen Jahr unsere jungen Reben im zweiten Standjahr an die Metallst\u00e4be angebunden, damit sie nicht vom Wind abgebrochen werden. Dazu verwenden wir Stroh, das seit Jahrhunderten als Bindematerial im Weinbau verwendet wird.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-243","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-weingarten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=243"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/243\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}