{"id":2091,"date":"2009-12-10T23:33:57","date_gmt":"2009-12-10T22:33:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=2091"},"modified":"2009-12-10T23:46:47","modified_gmt":"2009-12-10T22:46:47","slug":"blaufrankisch-keine-sorte-fur-anfanger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=2091","title":{"rendered":"Blaufr\u00e4nkisch &#8211; (K)eine Sorte f\u00fcr Anf\u00e4nger?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-987\" style=\"border: 0px;\" title=\"Rotweinglas\" src=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/rotwein-stilleben-komprimiert.jpg\" alt=\"Rotweinglas\" width=\"508\" height=\"337\" \/><\/p>\n<p>Der Blaufr\u00e4nkisch ist zweifellos eine spannende Rebsorte, die private und professionelle Weinkenner in ihren Bann zieht. Aber kann er neben den Weinfreaks auch Otto Normalweintrinker begeistern, wie das z.B. der Gr\u00fcne\u00a0Veltliner vermag?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Trotz <a href=\"https:\/\/bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=1240\">all meiner Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr unsere rote Traditionssorte<\/a> bin ich diesbez\u00fcglich eher skeptisch. Nicht nur wir verkaufen im Basisbereich deutlich mehr Zweigelt als Blaufr\u00e4nkisch. Ein Kollege gab unl\u00e4ngst das Verkaufsverh\u00e4ltnis dieser beiden Sorten im Westen \u00d6sterreichs mit acht zu zwei an.<\/p>\n<p>Seiner Meinung nach leidet das Image der Sorte beim Konsumenten unter den verschiedenen Versuchen einer purisitschen Neuinterpretation, die weniger auf Weichheit und Kraft als auf Eleganz und (S\u00e4ure)struktur setzt.<\/p>\n<p>Auch wenn ich diese Ansicht f\u00fcr \u00fcberzogen halte, hat sie vielleicht doch einen wahren Kern. W\u00e4hrend sich n\u00e4mlich ein sortentypischer Zweigelt im Glas auch dem Unkundigen selbst erkl\u00e4rt, fordert der Blaufr\u00e4nkisch Aufmerksamkeit und Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Nimmt man sich\u00a0daf\u00fcr etwas Zeit, belohnt er den Trinker mit interessanten Einblicken. Aber nicht jeder bzw. nicht immer hat man das Bed\u00fcrfnis und\/oder die Zeit f\u00fcr solche Erfahrungen. Und weil es dann leicht passieren kann, dass ein Blaufr\u00e4nkisch etwas abweisend wirkt, geben sich viele lieber dem verf\u00fchrerischen Zweigelt hin.<\/p>\n<p>Blaufr\u00e4nkisch-Weine der Basiskategorie sind deshalb immer eine Gratwanderung zwischen klar erkennbarer Sortentypizit\u00e4t und der kommerziell bedingten Anpassung an den Geschmack von Otto Normalweintrinker.<\/p>\n<p>Zwischen Feinheit und S\u00e4ure einerseits, die schnell als d\u00fcnn und hart wahrgenommen werden, wenn es um wirtschaftlich sinnvolle Ertragsmengen f\u00fcr F\u00fcnf-Euro-Weine geht.<\/p>\n<p>Und s\u00fc\u00df wirkender F\u00fclle andererseits, die rasch zum <em>konturlosem Mittelma\u00df ohne Sortencharakter<\/em> f\u00fchrt, wie es R\u00fcdiger Pr\u00f6ll in einem durchwegs kritischen Bericht \u00fcber Blaufr\u00e4nkisch aus dem Supermarkt in <a href=\"http:\/\/www.vinaria.at\/\">Vinaria<\/a> ausdr\u00fcckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Blaufr\u00e4nkisch ist zweifellos eine spannende Rebsorte, die private und professionelle Weinkenner in ihren Bann zieht. 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