Preiskontrolle

Gestern war ich wieder einmal als Vortragender tätig. Und weil die Themen „Weinbau“ und „Kellerwirtschaft“ auf dem Programm standen, nützte ich die dabei für Lektoren vorgesehene Möglichkeit auch (konkret zwei) eigene Weine mit den Teilnehmern zu verkosten. In den meisten Fällen ergibt sich daraus eine klassische Win-Win-Situation. Die Seminarbesucher erfahren anhand von konkreten Weinen mehr … Weiterlesen

Wortmalerei

Das Beschreiben von Wein ist doppelt subjektiv. Erstens weil Aroma und Geschmack von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen werden. Und zweitens, weil jeder Verkoster einen anderen Zugang zur Sprache an sich und zur Bedeutung einzelner Vergleichswörter hat. Dementsprechend subjektiv fallen dann auch die Weinbeschreibungen aus.

Je nach Anlaß und Zweck gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man das zu Papier (oder auf den Bildschirm) bringen kann, was einen Wein ausmacht. Um zumindest einen kleinen Ausschnitt davon darzustellen, habe ich in meinen Archiven gekramt und bin auf folgende Beschreibungen unseres Muskat Ottonel gestoßen.

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Ein bißchen mehr als nur Kunden

Viele unserer Kunden kaufen schon sehr lange bei uns ein. In manchen Fällen bereits in der dritten Generation.

Wenn man so lange regelmäßig bei Ab-Hof-Verkauf oder Zustellung Kontakt hat, lernt man einander natürlich auch ein wenig kennen. Und nicht selten wird daraus etwas mehr, als eine normale Geschäftsbeziehung.

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Das liebe Geld

Man mag mich altmodisch nennen, angesichts moderner Zahlungsmethoden á la Kreditkarte, Ratenzahlung und „Kauf jetzt, zahl später“. Aber für mich bedeutet ein faires Geschäft auch einen überschaubaren Zeitrahmen für den Tausch von Ware gegen Geld. Nicht das wir kleinlich wären. Unsere Kunden trauen uns, wenn sie bei uns einkaufen, und deshalb vertrauen wir auch ihnen … Weiterlesen

Was lange währt, wird endlich (hoffentlich) gut

Im virtuellen Raum des Internet sind acht Jahre eine halbe Ewigkeit. Und obwohl wir schon länger auf der Suche nach einer neuen, besseren Lösung für unsere Web-Präsenz sind, mußte unsere „selbstgestrickte“ Website aus dem Jahr 2000 bis heute ihre Dienste leisten. Dabei haben wir immer versucht, mangelnde gestalterische Möglichkeiten mit Aktualität wettzumachen, denn nicht wenige … Weiterlesen

Tage der offenen Kellertür von 6. bis 8. Juni

In den nächsten Tagen werde ich wohl nicht zum Bloggen kommen. Im Rahmen von „Mörbisch zur Weinblüte“ öffnen wir nämlich von heute bis Sonntag gemeinsam mit 12 Kollegen unsere Kellertüren für alle interessierten Besucher. Auch schnellentschlossene Blog-Leser sind natürlich herzlich willkommen. Freitag, 6. Juni ab 18 Uhr Eröffnungsfest mit geselligem Beisammensein beim Weindenkmal (Kosten je … Weiterlesen

Mühsam

Auch wenn es bei uns in der Familie gelegentlich scherzhaft heißt, dass ich nur deshalb alleine auf Messen fahre, damit wenigstens irgendjemand (nämlich die zu Hause gebliebenen) etwas arbeitet, ist allen Beteiligten natürlich bewußt, dass das Präsentieren von Wein ebenso wichtig für den Betriebserfolg ist, wie das Produzieren desselben. Und ebenso anstrengend.

Mittlerweile bin ich in dieser Beziehung ja schon einiges gewohnt, aber die heurige Vievinum ist bisher (nach den ersten beiden von drei Tagen) besonders mühsam. Die hochsommerlichen Temperaturen sowohl außerhalb als auch in der Hofburg sind weder für die Aussteller noch für die Weine sehr erbaulich und wohl auch mit ein Grund, warum sich heuer deutlich weniger Besucher in den Sälen tummeln, als vor zwei oder vier Jahren.

Als Nicht-Promi-Weingut sind wir durchaus gewohnt, dass sich der Andrang an unserem Stand in Grenzen hält, aber dass sich auch bei vergleichsweise prominenten Kollegen stundenlang wenig bis nichts tut, ist neu, ganz egal ob es daran liegt, dass wir einen etwas entlegenen Raum zugeteilt bekommen haben, dass die Fußball-EM vor der Tür steht, der Eintrittspreis sehr hoch ist oder das Wetter zu anderen Aktivitäten einlädt.

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Vievinum 2008

Von Samstag, den 31. Mai bis Montag, den 2. Juni findet in der Wiener Hofburg die Vievinum statt, Österreichs größte Weinmesse. Wie schon die letzten Male (alle zwei Jahre) sind wir auch heuer wieder vertreten, wenn es den heimischen Winzern, Weinprofis und -amateuren ums Sehen und Gesehenwerden geht. Dabeisein ist schließlich (fast) alles… Wenn es … Weiterlesen

Weinwerbung im Zeichen der EM

In rund 13 Tagen und 20 Stunden beginnt die Fußballeuropameisterschaft in Österreich und der Schweiz und die heiße Phase der Einstimmung auf das Großereignis hat längst begonnen.

Wie beinahe alle Konsumgüterbranchen springt auch die heimische Weinwirtschaft auf den Euro-Zug auf und versucht, die Euphorie auch ein klein wenig für sich selbst zu nützen. Was durchaus nachvollziehbar erscheint, wenn man weiß, dass laut einer Radiomeldung mittlerweile der Großteil der Österreicher der EM sehr oder zumindest eher positiv gegenübersteht.

So hat die Österreichische Weinwerbung (ÖWM) hat ihre jährliche Plakatkampagne für den G´Spritzten heuer deutlich modifiziert und ganz auf die EM ausgerichtet. Unter dem Motto „Der G’Spritzte – Zur Euro 08 erfrischend willkommen“ werden vier verschiedene länderbezogene Plakate affichiert.

Gspritzter: Italien-Sujet

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Welterbe Kulturlandschaft Neusiedlersee

Dieser Kommentar von Felix hat mich daran erinnert, dass ich mir schon vor längerer Zeit vorgenommen habe, einzelne Artikel aus unserem Print-Newsletter „Die Weinpresse“ auch hier zu veröffentlichen. Damit werden sie auch für jene lesbar, die unsere Hauszeitung entweder gar nicht auf dem Postweg erhalten, oder sie in der Aktentasche zerknittern und vergessen 😉

Das sich auf diese Art und Weise relativ schnell Blog-Beiträge basteln lassen, ist angesichts der momentanen Zeitnot ein angenehmer Nebeneffekt dieses Text-Recyclings (ja, natürlich schreibe ich den Newsletter selber).

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Virtuelles Weinmarketing

„Deutschlands Weinmacher verschlafen das Web 2.0 mit all seinen Möglichkeiten komplett“, diagnostiziert der deutsche Weinjournalist Mario Scheuermann in seinem aktuellen Drink-Tank-Blogeintrag. Von Web-Schlafmützen ist da die Rede, und von einer lost generation von Jungwinzern, die auf Party oder hinterm Mond zuhause ist wie ihre Grossväter.

Eigentlich sollte ich mich über diesen Beitrag freuen, denn in den mittlerweile zahlreichen Kommentaren führt mich Scheuermann gemeinsam mit Iris als Beispiel für so manchen deutschen Winzer an und zählt uns zwei Winzerpersönlichkeiten, die zwar ausserhalb der Landesgrenzen aber auf deutsch und lesenswert bloggen zu den rühmenswerten Ausnahmen.

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Big Business

Prowein 1

Wein ist Business. Big Business. Für mich ist das die – zwar nicht überraschend neue aber in dieser Klarheit doch besondere – Erkenntnis meines Prowein-Besuches am Montag. Von 3.100 Ausstellern und 33.000 Besuchern zu lesen ist eine Sache, sie selbst zu sehen aber eine ganz andere.

Nicht das Großveranstaltungen für mich etwas Neues wären, oder dass ich nicht auch bestrebt wäre, meine Weine an die Frau und den Mann zu bringen. Aber diese Art von Business ist so überhaupt nicht meine, dass ich mir am Montag mitunter vorkam, wie auf einem anderen Stern.

Irgendwie ist mir für so etwas der Wein zu wichtig und gleichzeitig nicht wichtig genug. Zu wichtig, weil ich bezweifle, dass man in der hektischen Messeatmosphäre tatsächlich würdigen kann, was man im Glas hat. Und nicht wichtig genug, weil ich nur schwer nachvollziehen kann, warum sich jemand als Besucher diesen Streß antut.

Natürlich habe ich auch Weine auf der Prowein verkostet. Einen Großteil meiner Zeit habe ich aber (durchaus auch im Sinne meiner Überlegungen, nächstes Jahr selbst dort auszustellen) dem Studium der Messeatmosphäre gewidmet.

Messeberichte über Weine, Veranstaltungen und die diversen Bloggertreffen mögen also bei Weinverkostungen.de, Schreiberswein oder Viva-Vino nachgelesen werden. Von mir gibt es nur einige bebilderte Gedanken über die verschiedenen Arten, Wein zu präsentieren:

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Schöne Momente

Auch für mich als Winzer zählen Erlebnisse, die mit dem von Fressack hier so treffend beschriebenen vergleichbar sind, zu den schönsten Momenten in meinem Beruf. Es sind tatsächlich nicht automatisch jene Weinfreunde mit der größten Bestellung, die mich gerne Weinbauer sein lassen. Sondern es sind diejenigen, mit denen man sich ohne weinsnobistisches Getue angeregt über … Weiterlesen

Contiene Solfiti

Während die Mehrheit der Österreicher der EU laut dieser Umfrage vergleichsweise skeptisch gegenüber steht (was – siehe hier – häufig an der nationalen Politik und nicht an der EU liegt), hätte ich persönlich in einigen Teilbereichen gerne mehr EU und weniger nationalstaatliche Kleinkariertheit.

Zum Beispiel in Sachen Sprachen-Wirrwarr, wenn es um das Thema Weinbezeichnungsvorschriften geht. Würde man sich nämlich endlich auf Englisch als Lingua Franca einigen, oder zumindest auf eine EU-weit gültige einheitlichen Bezeichnung, bliebe mir diese Mühe nämlich erspart:

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Schlag auf Schlag

Der Verkauf der letzten Flaschen eines Weines ist immer wieder ein besonderer Moment. Auf der einen Seite freut man sich darüber, weil es eindeutig nachvollziehbar zeigt, dass er seine Liebhaber gefunden hat und der Betrieb auf dem Markt erfolgreich ist.

Auf der anderen Seite ist aber auch eine gehörige Portion Wehmut dabei. Wir heben zwar von den meisten Weinen jedes Jahrgangs einige Flaschen auf, um ihre weitere Entwicklung verfolgen zu können, aber das Verschwinden eines Weines von der Weinkarte ist trotzdem eine Art Abschied. Jeder Jahrgang der geht, macht dem Winzer bewußt, dass er älter wird.

Außerdem gibt es garantiert Kunden, die genau diesen Jahrgang, diesen Wein nachbestellen wollen und es ist nicht immer einfach, ihnen den Nachfolger schmackhaft zu machen.

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Alle Jahre wieder…

…kommt spätestens im November die Jungweinmarketing-Maschinerie in die Gänge.

Nicht das ich allen Beteiligten das Geschäft nicht vergönne, aber wenn dafür mit solchen Aussagen geworben wird, halte ich das doch für, ähm, bedenklich:

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Martiniloben

Rund um den 11. November, dem Namenstag des burgenländischen Landespatrons Martin, hat sich in den letzten Jahren ein reges Treiben in vielen Weinbauorten unserer Region entwickelt. Google findet zu diesem Thema immerhin 15.200 Einträge. Früher galt der Wein des neuen Jahrgangs ab dem 11. 11. als „getauft“ und man durfte mit ihm anstoßen. Davor war … Weiterlesen

Herbstzeit ist Kritikerzeit

Vor allem die Köchinnen und Köche des Landes warten jeden Herbst erneut auf die Ergebnisse der großen Gastronomieführer. Schließlich kann ein Punkt oder Stern, eine Haube oder Krone mehr oder weniger spürbare Auswirkungen auf den Geschäftsgang haben.

Anders als die Spitzengastronomie werden wir Winzer das ganze Jahr über getestet, bewertet, gelobt und verrissen. Zumindest dann, wenn wir uns diesem Spiel nicht ganz entziehen können oder wollen und bei den immer zahlreicher werdenden Verkostungen (meist auf unsere Kosten) Weine einreichen.

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Wein erleben und genießen

Das zweite Grenzhof-Weinseminar am 27. Oktober 2007

Wenn echte und vermeintliche „Weinexperten“ fachsimpeln, könnte man meinen, Wein wäre nur für „Profis“ gemacht. Aus Angst sich zu blamieren, wagen viele „Laien“ erst gar nicht zu fragen, was sie schon immer über Wein wissen wollten. Anstatt ihrem eigenen Geschmack zu folgen, vertrauen sie auf das Urteil anderer.

Dabei ist es ganz einfach: Jeder kann das Weinverkosten erlernen und Freude daran haben. Es braucht dazu kein besonderes Talent, sondern nur ein klein wenig Weinwissen und Übung.

Diese Grundlagen vermittle ich seit Jahren als Lektor der Weinakademie. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr gibt es heuer zum zweiten Mal auch einen „eigenen“ Weinkurs in unserem Weingut.

Dabei kann man die Entwicklung des neuen Jahrgangs hautnah erleben und in lockerer Atmosphäre das Verkosten erlernen. Nach einem Degustationsmenü folgt am Nachmittag der praktische Teil: Eine kommentierte Blindverkostung mit einigen spannenden Überraschungsweinen.

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Erfreuliches zwischendurch

Das gibt einen kräftigen Motivationsschub auch an stressigen Weinlesetagen samt chronischem Schlafdefizit: Unser Pinot blanc 2006 erreichte in seiner Sortengruppe bei der Falstaff-Burgundertrophy den dritten Platz! Helles Grüngelb. In der Nase frische Apfelaromen, zart nach Blüten, einladendes Bukett. Am Gaumen elegante Textur, frisch strukturiert, kompakt und doch recht leichtfüßig, zeigt eine saftige Länge, sehr vielseitiger … Weiterlesen

Adieu, Welschriesling!

Dieser Tage haben wir die letzten Flaschen unseres Welschriesling 2005 verkauft, und mit diesem Jahrgang geht auch eine Ära zu Ende. Bereits im Herbst haben wir nämlich die Entscheidung getroffen, keinen Welschriesling mehr als Qualitätswein in Bouteillen abzufüllen.

Hinter dieser Überlegung stecken zumindest zwei Gründe: Zum einen haben wir einen größeren Welschriesling-Weingarten aus Altersgründen gerodet, und damit nur mehr eine relativ kleine Erntemenge dieser Sorte, die wir ohnehin für unseren Landwein in 2l-Flaschen für die Gastronomie benötigen.

Und zum anderen hat es sich in den letzten Jahren gezeigt, daß in unserem Sortiment der Bereich der leichteren, dezent aromatischen Weißweine mit zwei Sorten eindeutig überbesetzt ist.

Nach längerem Nachdenken haben wir uns jetzt für den Grünen Veltliner und gegen den Welschriesling entschieden, auch wenn das für manche auf den ersten Blick verwunderlich erscheinen mag.

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Liefertradition

Morgen Freitag beliefern wir wieder einmal unsere Stammkunden in Oberösterreich. Etwa alle sechs bis sieben Wochen machen wir uns gegen vier Uhr früh auf den über 300 Kilometer langen Weg und stellen unsere Weine selbst zu. Je nach Tour kommen wir erst gegen Abend oder manchmal sogar erst nachts wieder nach Hause.

Logistikberater werden darüber wohl nur den Kopf schütteln. Nicht ganz zu unrecht, denn es gibt genügend Argumente die gegen diese mühsame Form der Distribution sprechen. Auch wir beliefern nur einen Teil von Oberösterreich regelmäßig und Tirol, Wien und die Steiermark in zwei oder drei Schwerpunktfahrten pro Jahr.

Die Eigenzustellung hat nämlich auch Vorteile für uns Weinbauern: Sie bietet eine kurze, manchmal aber auch etwas längere Kontaktmöglichkeit mit den Leuten, die gerne unsere Weine trinken, aber nicht oder nur ganz selten zu uns nach Mörbisch kommen (können). Diese Möglichkeit des beiderseitigen Kennenlernens liefert kein Paketversand.

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Familienbetrieb

In der Weinbranche ist es im Moment absolut „in“, sich als Familienbetrieb zu präsentieren, obwohl der Begriff eigentlich nichts über die Weinqualität aussagt. Selbst dieser Weltweinkonzern rückt die Familie werbetechnisch geschickt in den Vordergrund, auch wenn die meisten Weinfreunde unter dem Begriff „familiär“ wohl etwas anderes verstehen dürften.

In unserem Weingut liegt nicht nur die Leitung in der Hand von Familienmitgliedern, sondern auch alle wichtigen (und die meisten weniger wichtigen) Tätigkeiten. Das heißt natürlich nicht, daß diese Arbeiten von qualifizierten Fremdarbeitskräften nicht genauso gut (oder manchmal vielleicht sogar besser) ausgeführt werden könnten. Und es bedeutet auch nicht, daß unser Betrieb auf alle Zeiten ohne ständige Angestellte (oder den Zukauf von Leistungen aller Art) auskommen kann.

Aber es bedeutet, daß alles was unser Weingut betrifft einen sehr persönlichen, über (und von) Generationen familiär geprägten Stil hat.

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Messen und Präsentationen…

…sind für Winzer wie für Weinliebhaber eine spannende Sache.

Vergangenen Montag war es wieder einmal soweit: über 130 Winzer aus dem Burgenland präsentierten in der Wiener Hofburg den neuen Jahrgang (ergänzt durch einige Vertreter aus den Vorgängerjahren).

Da man als Nicht-Promi-Winzer bei solchen Veranstaltungen nicht immer ausgelastet ist, hatte ich die Gelegenheit, meine Theorie zur Typologie der Aussteller und Besucher weiter zu verfeinern:

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Ärgerlicher Zufall

Normalerweise gibt es beim Weinversand heutzutage kaum Probleme. Egal ob per Post, Paketdienst oder Spedition – wenn der Wein gut verpackt ist, kommt er in den allermeisten Fällen auch rechtzeitig und unversehrt an seinem Bestimmungsort an.

Das ist auch gut so, denn Versandprobleme sind immer eine unangenehme Sache. Zeitdruck, große Entfernungen, Kommunikationsprobleme mit mehr oder weniger entgegenkommenden Speditionsmitarbeitern, komplizierte logisitische Abläufe, zu Recht verärgerte Kunden und in der Regel schuldlose, aber trotzdem verantwortliche Winzer sind eine äußerst streßfördernde Mischung.

Besonders nervenaufreibend für uns Weinbauern wird es, wenn ein teuflischer Zufall so wie gestern Montag mit zwei solche Fällen an einem Tag aufwartet.

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Die Flasche der Woche

Vergangenen Samstag war unser Muskat Ottonel 2006 die „Flasche der Woche“ auf der Delikatessen-Seite der Wochenendbeilage des Kurier.

Bis vor einigen Jahren habe ich mich bei solchen Weinkolumnen immer wieder gefragt, wie man es wohl schafft, dort erwähnt zu werden. Seit wir alle ein oder zwei Jahre mal wieder da oder dort auftauchen, weiß ich es:

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Ein Winzerkollege und das geistige Eigentum

Wenn man viel schreibt (oder fotografiert), ist man es heutzutage ja gewohnt, daß der Begriff des geistigen Eigentums bzw. des Urheberrechtes für viele ein Fremdwort darstellt. Auch der deutsche Winzerblogger-Kollege berichtet immer wieder (z.B. hier) von der unberechtigten Verwendung seiner Fotos und hat sich dafür eine nette Strafe ausgedacht.

Nicht das ich noch nie die eine oder andere Redewendung oder den einen oder anderen Satz von jemand anderem übernommen hätte. Aber dieser dreiste Wort-Diebstahl, der mir nach längerer Zeit heute wieder einmal in die Hände gefallen ist, geht weit darüber hinaus.

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Der Kunde ist König (Teil 2)

Gelegentlich kommt es im Umgang mit Kunden und Interessenten zu unerfreulichen Situationen. Wenn (ein) König Kunde meint, von oben herab agieren zu müssen, fragt man sich als Winzer manchmal, ob man sich wirklich alles bieten lassen muß. Und wo bei manchen Leuten Höflichkeit, gute Manieren und Respekt geblieben sind.

Gottseidank sind solche Erlebnisse bei weitem die Ausnahme. Deshalb ist es leichter über sie zu berichten als über die vielen angenehmen Gespräche, die wir mit unseren Kunden schon führen durften.

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